Arbeitnehmerfreizügigkeit

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der acht 2004 der Europäischen Union beigetretenen mittel- und osteuropäischen Staaten (Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn) haben am 1. Mai 2011 freien Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt erhalten. Die Beschränkung der Arbeitnehmerfreizügigkeit nach dem „2+3+2 Jahre-Modell“ für bis zu maximal sieben Jahre wurde aufgehoben. Eine Arbeitserlaubnis ist für Bürgerinnen und Bürger dieser Staaten nicht mehr erforderlich. Auch die Einschränkungen für Bulgarien und Rumänien (EU-Beitritt am 1. Januar 2007) wurden am 1. Januar 2014 aufgehoben, für Kroatien (EU-Beitritt am 1. Juli 2013) am 1. Juli 2015.

Mit der Beschäftigung in und der Entsendung nach Deutschland stellen sich für die Betroffenen viele rechtliche Fragen. Die Broschüre „Beschäftigung und Entsendung von Unionsbürgerinnen und -bürgern – 50 Fragen und Antworten zum 1. Mai 2011“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gibt einen ersten Überblick.

Entsandte Beschäftigte und freizügigkeitsberechtigte EU-Bürgerinnen und EU-Bürger können sich persönlich bei dem Beratungsbüro für entsandte Beschäftigte in Berlin zu ihren Rechten in Bezug auf das Arbeitsverhältnis kostenlos beraten lassen.

Wirtschaft und Arbeitsmarkt sind in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg eng miteinander verbunden. Im Zuge der Arbeitnehmerfreizügigkeit wird eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Nachbarwoiwodschaften in Westpolen angestrebt.

Hier finden Sie spezielle Informationen des Landes Brandenburg.