Sanierung

Baustelle Ruppin-GS
Bild: SenBJF

Berlins Schülerinnen und Schüler brauchen eine gute Lernumgebung. Schulgebäude sind Orte, an denen Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Bedürfnissen sehr viel Zeit verbringen. Damit sich alle Beteiligten in ihrer Schule wohlfühlen können, investiert Berlin viel in den Bau und die Sanierung von Schulen.

Seit 2012 wurden rund 1,1 Milliarden Euro dafür ausgegeben. Auch in den nächsten Jahren sind die Sanierung und der Neubau von Schulgebäuden ein wichtiger Schwerpunkt. Eine weitere Milliarde Euro wird Berlin in den einzelnen Programmen investieren. So wird der Sanierungsstau Schritt für Schritt abgebaut und es werden viele neue Schulplätze geschaffen.

Am 30.06.2016 fand in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft eine gemeinsame Sitzung mit den Stadträten aller Bezirke aus den Ressorts Bauen, Immobilienmanagement und Bildung statt. Insgesamt wurde ein Schulsanierungsbedarf von 4,9 Milliarden Euro inklusive der Beruflichen Schulen von den Bezirken gemeldet. Auf folgende Erklärung haben sich die Senatsverwaltung und die Bezirke geeinigt:

Die Sanierungsmaßnahmen

Wo und mit welchem Finanzbedarf Berliner Schulen saniert werden, erfahren Sie auf der Seite

Modulare Ergänzungsbauten

Mobiler Ergänzungsbau
Bild: SenBJW

Berlins Bevölkerung wächst schnell. Die Zahl der Geburten ist in den letzten Jahren gestiegen, viele Familien ziehen in die Stadt und auch unter den Flüchtlingen, die nach Berlin kommen, sind viele Kinder und Jugendliche im Schulalter. Um der steigenden Zahl von schulpflichtigen Kindern ausreichend Schulplätze zur Verfügung stellen zu können, werden ehemalige Schulstandorte reaktiviert, vorhandene Schulen erweitert und neue Standorte entwickelt.

An geeigneten Standorten werden Modulare Ergänzungsbauten (MEB) errichtet. Sie verfügen über 12, 16 oder 24 allgemeine Unterrichtsräume und entsprechen dem Qualitätsstandard herkömmlicher Schulgebäude. Die MEB sind barrierefrei und in vielen Räumen mit Interactive Whiteboards ausgestattet. In den farblich ansprechend gestalteten Bauten haben die Lehrkräfte sogenannte Stützpunkte und die Schüler jeweils einen Gruppen- oder Teilungsraum.

Seit 2014 wurden 18 Modulare Ergänzungsbauten errichtet. Bis 2017 entstehen weitere 30 MEB; hierfür werden 18 Millionen Euro investiert.

Bauliche Unterhaltung

Aufgestuhlte Stühle vor einer Tafel mit der Aufschrift "Erfolg kommt von hier!"
Bild: SenBJW

Wie jedes Gebäude müssen auch Schulen in Stand gehalten und ggf. saniert werden. Es werden immer höhere gesetzliche Anforderungen an die Sanierung und Instandhaltung von Schulgebäuden gestellt. Auch die Beachtung aktueller Vorgaben, zum Beispiel in Bezug auf die Energieeinsparverordnung, den Brandschutz oder die Schaffung von Barrierefreiheit führt zu höheren Kosten.

Die Schulgebäude machen den größten Teil am Gesamtgebäudebestand eines Bezirks aus. Für die Unterhaltung aller Gebäude und Freiflächen stehen den Bezirken finanzielle Mittel in ihrem Globalhaushalt zur Verfügung. Wie viel Geld davon für die bauliche Unterhaltung von Schulstandorten verwendet wird, liegt in der Eigenverantwortung der Bezirke.

Sonstige Programme

Studenten sitzen an Tischen einer großen Bibliothek
Bild: SenBJW

Neben den speziellen Sanierungsprogrammen für die Schulen können weitere Bau- und Sanierungsmaßnahmen über andere Programme finanziert werden: Diese haben in der Regel ein spezielles Ziel wie den Denkmalschutz, Energieeinsparungen oder die Unterstützung für sozial schwächere Quartiere. Die Baumaßnahmen müssen die jeweiligen Kriterien der einzelnen Programme erfüllen.

Beispiele hierfür:

  • Stadtumbau Ost und Stadtumbau West
  • Infrastruktur in Sanierungsgebieten
  • Zuschüsse für die Zukunftsinitiative Stadtteil – Bildung im Quartier
  • Zuschüsse für die Zukunftsinitiative Stadtteil – Stadterneuerung
  • Städtebaulicher Denkmalschutz
  • Berliner Programm für nachhaltige Entwicklung (BENE)

Berufliche Schulen wurden und werden in großem Umfang aus GRW-Mitteln („Gemeinschaftsaufgabe ‚Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur‘”) finanziert.