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Imagebild der Kampagne mit sechs Jugendlichen

 

Eine Klage geht ein. Ein Anwalt wünscht Akteneinsicht. Eine Richterin hat ein Urteil gefällt, eine Rechtspflegerin einen Beschluss erlassen und diese müssen jetzt zugestellt werden. Solche Vorgänge laufen über den Schreibtisch der Justizfachangestellten im Gericht. Sie legen Akten an und verwalten diese, leiten Informationen an die richtigen Stellen weiter oder veranlassen die Zustellung von Urteilen. Justizfachangestellte erfüllen eine wichtige Aufgabe im Gericht, denn sie sind die zentrale Schaltstelle für die Verfahren innerhalb der Gerichte und Strafverfolgungsbehörden. An ihrem Arbeitsplatz treffen die Entscheidungen, Anweisungen und sonstigen Schriftstücke all derjenigen zusammen, die an einem gerichtlichen oder staatsanwaltschaftlichen Verfahren beteiligt sind. Diese gilt es auszuführen, weiterzuleiten und die Abläufe zu koordinieren.


Justizfachangestelllte Nina Luckau am Telefon. Im Bild ihr Zitat 'Wir auf der Geschäftsstelle bringen die Mühlen der Justiz in Schwung.'
NINA LUCKAU
ist Justizfachangestellte am Amtsgericht Mitte. An ihrem Beruf schätzt sie es besonders, einen Rechtsstreit in Gänze mitzuerleben – von der Anhängigkeit der Klage bis hin zum Urteil bzw. Vergleich. „Vor allem die Tätigkeit als Protokollführerin bei der Verhandlung ist hoch spannend, man sieht plötzlich Gesichter zu den Namen aus den Akten.“ Zu den Herausforderungen ihres Berufs gehöre es, jederzeit den Überblick zu behalten, auch an stressigen Tagen nicht den Kopf zu verlieren. Und der Bedeutung der Justizfachangestellten für das Funktionieren des Systems ist sie sich bewusst: „Wenn wir Fachangestellten die Geschäftsstelle nicht im Griff haben, können auch die Richter und Rechtspfleger ihre Arbeit nicht gut machen.“
Justizfachangestelllter Lars Köckemann am Schreibtisch. Im Bild sein Zitat 'Mein Arbeitgeber ist sozial: Als Vater werde ich später in Teilzeit arbeiten können.'
LARS KÖCKEMANN
ist Justizfachangestellter bei der Staatsanwaltschaft Berlin. An seinem Beruf schätzt er insbesondere die enge Zusammenarbeit mit den Staatsanwälten und der Polizei. „Dabei bekommt man spannende Einblicke in die Fälle, die in Berlin oft natürlich besonders groß und interessant sind.“ Während seiner Ausbildung wurde er auch in einem für Justizfachangestellte nicht unbedingt alltäglichen Bereich eingesetzt: der Rechtsmedizin. Stolz macht Lars Köckemann das Gefühl, sich „für die Justiz, das Rechtswesen, die Gerechtigkeit einzusetzen, ein Teil des Systems zu sein.“