Die Partnerschaft mit Buenos Aires besteht seit dem 19. Mai 1994. Ihren lebendigsten Ausdruck findet sie im kulturellen Austausch. Kulturschaffende der unterschiedlichsten Bereiche kooperieren bei Theater-, Tanz- und Konzertaufführungen, Operngastspielen, Ausstellungen. Wie am Ufer des Río de la Plata fasziniert der Tango an der Spree und bringt Berliner und Porteños einander näher. Zunehmend entwickeln sich auch die Beziehungen auf den Gebieten der Stadtentwicklung und Architektur, Lokale Agenda 21 und Abfallentsorgung. Die Erfahrungen der Partnerstadt werden durch den Austausch von Best Practices, gemeinsame Seminare und Konferenzen genutzt, um bei Entscheidungsfindungen behilflich zu sein. Themen wie soziale Integration und Bürgerbeteiligung wird immer größerer Raum eingeräumt. Zudem verdeutlichen die verstärkte Zusammenarbeit im Bildungsbereich sowie das Angebot von Praktikumplätzen in Berlin und Buenos Aires, welche Bedeutung dem Austausch und gegenseitigen Kennenlernen junger Menschen beigemessen wird.
Anlässlich des 10jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Buenos Aires fand von Ende August bis Mitte Oktober 2004 in beiden Partnerstädten ein Kulturdialog statt:
. Durch gemeinsame Theater- und Videoproduktionen, Filmreihen, Kunstausstellungen und Fotogalerien präsentierten sich die Städte in der jeweils anderen Stadt, womit die Partnerschaft für die Öffentlichkeit erlebbar gemacht wurde. Zur Auftaktveranstaltung am 31. August in der Staatsoper Unter den Linden kam der Regierungschef der Stadt Buenos Aires, Dr. Aníbal Ibarra, auf Einladung des Regierenden Bürgermeisters nach Berlin. Klaus Wowereit nahm seinerseits an der Abschlussveranstaltung des Kulturdialogs im Teatro Colón teil. Schwerpunktthemen beider Stadtoberhäupter und der Zusammenarbeit sind Stadtentwicklungsfragen, wie Quartiersmanagement, und die Aufarbeitung der Vergangenheit und urbane Erinnerungskulturen. Z.B. wurde im Sommer 2005 in Berlin das Internationale Symposium "Urbane Erinnerungskulturen: Berlin und Buenos Aires" veranstaltet, dem 2006 ein Symposium in Buenos Aires zu diesem Thema folgte.