Louise-Schroeder-Medaille

Louise-Schroeder-Medaille

Die 1998 gestiftete Louise-Schroeder-Medaille wird am 2. April, dem Geburtstag Louise Schroeders, durch den Präsidenten des Abgeordnetenhauses für besondere Verdienste um Demokratie, Frieden, soziale Gerechtigkeit und Gleichstellung von Männern und Frauen verliehen. Alle Berliner Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, dem Abgeordnetenhaus Vorschläge für die Vergabe zu machen. Sie können sowohl Persönlichkeiten als auch Institutionen vorschlagen, die dem politischen und persönlichen Vermächtnis Louise Schroeders in hervorragender Weise Rechnung tragen. Zu Beginn jeder Wahlperiode bildet das Abgeordnetenhaus das Kuratorium-Louise-Schroeder-Medaille. Das Kuratorium macht dem Präsidium des Abgeordnetenhauses einen Entscheidungsvorschlag, der aus den Anregungen hervorgegangen ist.

Die Auszeichnung besteht aus einer bronzenen Medaille mit der Abbildung Louise Schroeders. Auf der Rückseite der Medaille steht eine verkürzte Fassung des folgenden Ausspruchs von Louise Schroeder: “Wenn ich als Frau eine besondere Aufgabe erfüllen konnte, so war es die, die Menschen einander näher zu bringen, ihre Abneigung gegen die Diktatur zu stärken und ihnen zu helfen, soweit das möglich war.”

Bisher haben die Medaille erhalten:

  • die Schriftstellerin und Publizistin Professor Carola Stern (1998)
  • die Politikerin Dr. Hanna-Renate Laurien (1999)
    Frau Dr. Hanna-Renate Laurien gab ihre Medaille aufgrund der Medaillenvergabe 2002 an die Schriftstellerin Daniela Dahn wieder zurück.
  • der „Südosteuropa Kultur e.V.“ (2000)
  • die Schriftstellerin Daniela Dahn (2002)
  • die FDP-Politikerin Dr. Ella Barowski (2003)
  • das rbb-Hörfunkmagazin „Zeitpunkte“ (2004)
  • die ehemalige Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts und jetzige Präsidentin des Goethe-Instituts Dr. Dr. h.c. Jutta Limbach (2005)
  • die ärztliche Leiterin und Chefärztin der Klinik für Dermatologie und Allergologie des Vivantes Klinikums Spandau, Dr. Gisela Albrecht (2006)
  • die erste Ausländerbeauftragte Deutschlands Barbara John (2007)
  • die Journalistin Inge Deutschkron (2008)
  • die Psychologin, Pädagogin und ehemalige Professorin der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin Prof. Dr. Birgit Rommelspacher (2009)
  • die Galeristin Karoline Müller (2010)
  • Vorstandsvorsitzende der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft Berlin (EAF) Prof. Dr. Barbara Schaeffer-Hegel (2011)
  • die Politikerin Dr. Christine Bergmann (2012)
  • die Ärztin für obdachlose Menschen Dr. Jenny de la Torre (2013)
  • der Verein Wildwasser (2014)
  • Carola von Braun, Politikerin und Mitbegründerin der Überparteilichen Fraueninitiative (2015)
  • Desert Flower Center des Krankenhauses Waldfriede in Berlin Zehlendorf (2016)
  • Prof. Dr. Karin Hausen, Professorin für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte sowie ehemalige Leiterin des Zentrums für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechtererforschung an der TU-Berlin (2017)
  • Das Verborgene Museum (2018)

Beschluss des Abgeordentenhauses von Berlin über die Stiftung der Louise-Schroeder-Medaille

PDF-Dokument (94.6 kB) - Stand: 12. September 2002