Besucher, die sich für die Geschichte der Berliner Mauer interessieren, können die zentralen Gedenkstätten künftig auf eigene Faust entdecken. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit stellte am 21. April eine neue multimediale Führung vor: Mit Hilfe des GPS-gesteuerten Geräts können Fußgänger und Radfahrer die fünf zentralen Stationen der Mauergeschichte - Checkpoint Charlie, Brandenburger Tor, Gedenkstätte Berliner Mauer und East Side Gallery - sowie das erhaltene Mauer-Stück an der Niederkirchner Straße erkunden. Dazu werden auf dem tragbaren Mini-Computer historische Bild-, Film- und Tondokumente abgerufen.
Wowereit sprach von einem «wichtigen Baustein» im Konzept Gedenken an die Berliner Mauer. «Wir wollen nichts verdrängen. Wir wollen nichts vergessen, sondern erinnern», sagte er. Der Berliner Senat hatte 2006 ein Gedenkstättenkonzept beschlossen, um an die Opfer der Mauer zu erinnern und historische Zeitdokumente zu sichern. Der Ausbau der Gedenkstätte in der Bernauer Straße zu einer Erinnerungslandschaft als Kernstück des Konzepts soll bis zum 50. Jahrestag des Mauerbaus 2011 realisiert werden.
Ab 1. Mai sollen zunächst 500 Mauer-Guides für die Besucher an den Stationen zur Verfügung stehen, teilte das Unternehmen Antenna Audio mit, das den Führer entwickelte. Die Multimedia-Firma ist ein Tochterunternehmen der amerikanischen Discovery Communications, zu der auch der TV-Sender Discovery Channel gehört. Der «Multi Media Guide Berliner Mauer» wird auf Deutsch oder Englisch angeboten und gegen ein Pfand entliehen. Er kostet ab vier Euro für vier Stunden (PIA/dpa).
Weitere Informationen auf der Webseite des Mauerguides
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© Landesarchiv
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