Das Max-Delbrück-Centrum (MDC)
und das Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie haben am 30. Juni 2006 in Berlin in Anwesenheit des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit, ein neues Labor für Medizinische Genomforschung eröffnet. In dem Labor am Forschungsstandort Berlin-Buch wollen Forscher künftig die systematische Suche nach Krankheitsursachen ausweiten, wie das MDC mitteilte. So solle beispielsweise die Funktion von Genen bei der Entstehung von Krebs, Herz-Kreislauf- oder Hirnerkrankungen noch genauer untersucht werden. Ziel sei es, neue Therapiekonzepte zu entwickeln, so das MDC.
Das Labor ist in einem 19 Millionen Euro teuren Gebäude untergebracht, das von der EU, Bund und Land finanziert wurde. Der Bau wird nach dem russischen Genetiker Nikolai Wladimirovich Timoféeff-Ressovsky (1900-1981) benannt. Als Mitbegründer der molekularen Genetik hat er von 1930 bis 1945 auch in Berlin-Buch gearbeitet. Dort gibt es bereits seit 75 Jahren medizinisch-biologische Forschung (PIA/dpa).