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Berlin lebenswert smart

Im Rahmen der zweiten Staffel des Programms „Modellprojekte Smart Cities“ des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) wurde Berlin im September 2020 als eines von bundesweit 32 Modellprojekten für eine Förderung ausgewählt. Auf die Ausschreibung des BMI hatten sich insgesamt 86 Städte, Kreise und Gemeinden sowie interkommunale Kooperationen aus ganz Deutschland beworben. Das Motto der Förderstaffel lautet “Gemeinwohl und Netzwerkstadt/Stadtnetzwerk”. Der Titel des Berliner Antrags “Berlin lebenswert smart – die Stadt intelligent und menschengerecht digitalisieren”.

Das Modellprojekt gliedert sich in drei Phasen: In der Konzeptphase entsteht zunächst ein Zukunftsbild, das in einem Strategischen Rahmen festgehalten wird. In der Ausarbeitungsphase wird daraus die Smart City Strategie mit konkreten Zielen und Maßnahmen erarbeitet. Beide Phasen bilden zusammen den Strategieprozess. In der Umsetzungsphase erfolgt die Realisierung von fünf prototypischen Pilotprojekten.

Das Berliner Smart City-Verständnis

Strategieprozess

In der Konzeptphase (02/2021 – 05/2021) entsteht mit dem Strategischen Rahmen ein Zukunftsbild, das Rahmenbedingungen, Leitgedanken, Prinzipien und übergreifende Zielsetzungen für die Smart City Berlin beinhaltet. Dabei werden verschiedene Akteurinnen und Akteure eingebunden. Welche Visionen haben die Berlinerinnen und Berliner? Was benötigen die Wirtschaft und die Zivilgesellschaft, um die Smart City mitzugestalten? Was wünscht sich die öffentliche Verwaltung? Wie kann sogenannten „stillen Gruppen“ Gehör verschafft werden? Welche Erkenntnisse liefert die Wissenschaft? Durch verschiedene Formate wird ein breites Meinungsspektrum am Entwurf von Zukunftsbildern für die Smart City Berlin beteiligt.

In der darauffolgenden Ausarbeitungsphase (08/2021 – 05/2022) wird aus dem Zukunftsbild eine Strategie erarbeitet.

Das CityLAB Berlin, ein Projekt der Technologiestiftung Berlin, fungiert als Relais in die Stadtgesellschaft und koordiniert in Abstimmung mit der Senatskanzlei die Beteiligungs- sowie die damit verbundenen Schreibprozesse für die Strategieerarbeitung.

Anschließend knüpft ab Januar 2022 bis Ende 2026 die Umsetzungsphase an. In dieser soll die Smart City-Strategie durch konkrete Maßnahmen und Projekte erprobt und umgesetzt werden. Den Anfang hierfür machen fünf Umsetzungsprojekte, die aus Mitteln des Modellprojekts finanziert werden.

Umsetzungsphase

In der Umsetzungsphase (01/2022 – 12/2026) soll die Smart City-Strategie durch konkrete Maßnahmen und Projekte erprobt und umgesetzt werden. Den Anfang hierfür machen fünf Umsetzungsprojekte, die aus Mitteln des Modellprojekts finanziert werden.

  • Smarte Stadtplätze: Der Hardenbergplatz in Charlottenburg-Wilmersdorf wird als typischer Bahnhofsvorplatz mit hoher Nutzung smart und flexibel – das heißt event-, tages-, wetter-, und jahreszeitabhängig – für sämtliche Mobilitätsformen umgestaltet, ein Betreibermodell wird entwickelt.
  • Data Governance & Datengetriebene Verwaltung: Zusammen mit dem Einstein Center for Digital Future und der Siemens AG entwickelt das Modellprojekt Smart City exemplarisch Konzepte für Data Governance, in denen kommunale und privatwirtschaftliche Interessen und Prozesse integriert und gemeinwohlorientiert ausbalanciert werden.
  • Bürgerhaushalt und Smarte Partizipation: Im Rahmen von Partizipationsprozessen werden Interessen durch geringe Beteiligung tendenziell verzerrt. Reallaborzentrum wie die StadtManufaktur, BBBlockchain, CityLAB und das mobile CityLAB sollen helfen, mit aktivierender, digital gestützter Beteiligung mehr Menschen zu erreichen. Pilot-Bezirk ist Treptow-Köpenick.
  • Smart Water – Modellierung und Governance: Die Auswirkungen extremer Wetterereignisse sind offenkundig, aber für Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit schwer nachzuvollziehen. Die Maßnahme modelliert die Auswirkungen räumlicher Heterogenität und Homogenität auf den Wasserkreislauf und entwickelt ein partizipatives digitales Wandpaneel. Berlin wählt hierfür repräsentative Orte aus.
  • Daten in Alltag und Krise – Kiezbox 2.0: Lokale Daten über Klima, Luftgüte etc. werden generell im Regelbetrieb gewonnen. Im Krisenfall (z.B. Stromausfall) können beispielsweise solar- bzw. batteriebetriebene Hotspots ein Notfall-WLAN bilden, das die Bevölkerung lokal informiert. Die Wirksamkeit solcher Maßnahmen soll zunächst im Bezirk Tempelhof-Schöneberg getestet werden.

Berliner Smart City Definition

“Smart” bezeichnet die Art und Weise, wie Herausforderungen kreativ, offen, partizipativ und zweckmäßig angegangen werden. “Smart” ist das Bewusstsein, dass Technologie gesellschaftlichen Nutzen erzeugen und das demokratische Gemeinwesen stärken kann. Mit der Entwicklung einer neuen Smart City-Strategie werden Voraussetzungen geschaffen, Digitalisierung und Stadtentwicklung zusammenhängend zu bearbeiten. Dies geschieht durch die Mitwirkung der gesamten Berliner Stadtgesellschaft inklusive Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft.

Das Zusammenwirken wird ermöglicht durch eine agile und transparente Regierungsführung sowie moderne Arbeitsweisen, die gemeinwohlorientierte Lösungen konstruktiv entwickeln und Technologie bewusst einsetzen. Die Entwicklung der Smart City Berlin verfolgt klare und nachvollziehbare Ziele und prüft die Wirksamkeit von Maßnahmen. Sie benennt jedoch ebenfalls Konfliktlinien und handelt die Bedeutung von Gemeinwohl stets aufs Neue aus.

Downloads

Der Berliner Antrag

PDF-Dokument (252.7 kB)

Raumbezüge

PDF-Dokument (229.4 kB)

Kommunikationsstruktur

PDF-Dokument (301.1 kB)

Links