In der Förderperiode 2007-2013 wird unter dem Ziel 3 „Territoriale Zusammenarbeit“ des EFRE-Strukturfonds auch die interregionale Zusammenarbeit fortgesetzt, die sowohl die Fortführung der bisherigen Gemeinschaftsinitiative INTERREG IIIC (jetzt IV C) als auch die Zusammenarbeit im Bereich der städtischen Dimension (URBACT) vorsieht.
Das INTERREG IVC-Programm unterstützt regionale und lokale Behörden darin, ihre Erfahrungen in der Verwaltung auszutauschen und gegenseitig zu übernehmen, um die Effektivität regionaler Entwicklungspolitik zu verbessern.
In der neuen Förderperiode bleiben die existierenden und bewährten Mechanismen der interregionalen Zusammenarbeit (Netzwerkbildung, Informations- und „best-practice“-Austausch) auf der Basis des „bottom-up-Prinzips“ erhalten. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Veröffentlichung und Verbreitung der Ergebnisse; dies bedeutet verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation.
Im Rahmen der engeren Verknüpfung mit der Lissabon-Agenda hat die Europäische Kommission für die interregionale Zusammenarbeit ab 2007 insgesamt 30 Themenstellungen definiert, die durch Projekte untersetzt werden sollen. Dies bedeutet, dass die „interregionale Zusammenarbeit“ im Rahmen von Ziel 3 zukünftig den Mechanismen des RfWW-Instruments (Regionen für den wirtschaftlichen Wandel) unterliegen wird. Darüber hinaus sind die jeweiligen spezifischen Förderbedingungen in den aktuellen Calls zu beachten.
Die beiden Prioritäten des Programms sind
“Innovation und Wissensökonomie”, hier: Innovation; Forschung und technologische Entwicklung; Unternehmertum und KMU; Informationsgesellschaft und Beschäftigung, Humankapital und Bildung
sowie Umwelt- und Risikoschutz, hier: Natürliche und technische Risiken; Wasserwirtschaft; Abfallwirtschaft; Biodiversität und Erhalt des Naturerbes, Luftqualität; Energie und nachhaltiger Verkehr und Kulturerbe und Landschaft.
Typ 1: Regionale Initiativprojekte
Typ 2: Kapitalisierungsprojekte
Aktivitäten, die den Wissenstransfer in die Haupststrukturfondsprogramme und die Operationellen Programme der beteiligten Regionen unterstützen. Für jede teilnehmende Region sollte ein Aktionsplan erstellt werden, aus dem deutlich wird, wie die beispielhaften Initiativen (good practices) umgesetzt werden sollen. Dazu sind die Verwaltungsbehörden der Strukturfondsprogramme bei der Projekterstellung einzubinden.
„Fast Track“-Projekte: Kapitalisierungsprojekte können „Fast Track-Projekte“ werden, sie werden von der Europäischen Kommission ausgewählt und speziell begleitet
Bereits existierendes Know-How ist nachzuweisen.
Da das Programm darauf abzielt, die Verwaltungspolitik zu verbessern, richtet es sich an nationale, regionale und lokale öffentliche Behörden, und an Institutionen unter öffentlichem Recht. Private Körperschaften sind nicht förderfähig. Es ist Aufgabe der nationalen Kontaktpersonen, die Förderfähigkeit von Organisationen zu bescheinigen.
Das Gesamtbudget für INTERREG IV C beträgt 302 Mio. EUR für kofinanzierte Projekte, die von EU-Partnern durchgeführt werden (Kofinanzierungsrate 75-85%), norwegische nationale Kofinanzierung (50%); ca. 100 Mio. EUR aus dem EFRE sind in der vierten Ausschreibungsrunde noch für Projekte verfügbar, zusammen mit ca. 1,6 Mio. EUR norwegischer Fördergelder für norwegische Partner. Kofinanzierungsrate für Deutschland (75%);
Förderfähiges Gebiet: Alle 27 Mitgliedstaaten der EU, Norwegen und die Schweiz.
Derzeit keine.