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INTERREG IV B - Programm zur europäischen transnationalen Zusammenarbeit

Ostseeraum (Baltic Sea Region)

Allgmeine Zielsetzung

In der Förderperiode 2007-2013 wird unter dem Ziel 3 „Territoriale Zusammenarbeit“ des EFRE-Strukturfonds auch die transnationale Zusammenarbeit fortgesetzt. Ziel ist die Förderung einer harmonischen räumlichen Integration in der EU. Dies soll über umfangreiche Zusammenschlüsse von Städten und Regionen (transnationale Zusammenarbeit) geschehen. Die EU fördert transnationale Projekte, die zum Abbau wirtschaftlicher, sozialer und räumlicher Unterschied beitragen und dadurch das Zusammenwachsen Europas fördern. INTERREG IV dient damit der Entwicklung in europäischen Großräumen. Besondere Bedeutung kommt dabei der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, dem demografischen Wandel, der Verbesserung des räumlichen Zugangs und der Erschließungsqualität sowie den Themen Umwelt, Klimawandel und Risikoprävention zu.

Zielsetzung INTERREG IV B - Ostseeraum (Warum?)

Berlin gehört dem Ostseeraum an. Dieser Raum umfasst neben Teilen Deutschlands Dänemark, Estland, Finnland, Litauen, Lettland, Polen und Schweden sowie die Partnerländer Weißrussland, Norwegen und Teile von Russland.

Gestärkt werden soll neben der Wettbewerbsfähigkeit der Ostseeregion ihr territorialer Zusammenhalt und ihre nachhaltige Entwicklung durch Verbindung von Potenzialen über die Grenzen hinweg.

Förderfähige Maßnahmen und Inhalte (Was?)

Priorität 1 Innovationsförderung im Ostseeraum

  1. Förderung von Innovationsquellen
  2. Erleichterung des transnationalen Technologietransfers und der Wissensverbreitung
  3. Verbesserung der gesellschaftlichen Akzeptanz für Innovationen und der Beteiligung der Öffentlichkeit

Priorität 2 Externe und interne Erreichbarkeit der Ostseeregion

  1. Komplementäre Maßnahmen in Verkehr und IKT(Informations- und Kommunikationstechnologien) zur Verbesserung von Erreichbarkeit und Wachstum
  2. Aktionen zur weiteren Integration innerhalb bestehender Entwicklungszonen und Schaffung neuer transnationaler Verbindungen (im Interesse der besseren Nutzung des sozio-ökonomischen Potenzials benachbarter Regionen)

Priorität 3 Management der Ostsee als gemeinsame Ressource

  1. Wirtschaftliches Management von Meeresgebieten und nachhaltige Nutzung von Meeresressourcen
  2. Wasserwirtschaft (insb. mit Blick auf die Folgen zunehmender wirtschaftlicher Aktivitäten sowie des Klimawandels)
  3. Integrierte Entwicklung von Meeres- und Küstengebieten
  4. Sicherheit

Priorität 4 Förderung attraktiver und wettbewerbsfähiger Städte und Regionen

  1. Stärkung von Metropolregionen, Städten und Stadtregionen als Motoren der wirtschaftlichen Entwicklung
  2. Stärkung von Partnerschaften zwischen Stadt und Land
  3. Unterstützung eines tragfähigen wirtschaftlichen Wandels kleinerer und weniger bevölkerter Siedlungsgebiete
  4. Strategische Unterstützung für eine integrierte Entwicklung der Ostseeregion und ihres sozio-ökonomischen und räumlichen Zusammenhalts
  5. Gemeinsame Maßnahmen in Bezug auf soziale Fragen im Rahmen der Regional- und Stadtentwicklung (Kooperationen mit Belarus und der Russischen Föderation, ENPI-Beitrag)

Priorität 5 - Technische Hilfe zur Durchführung des Programms

Die Projekte müssen bestimmte Anforderungen erfüllen. Zum einen sollen sie beispielgebend sein, d.h. es sollen exemplarische Lösungen und Verallgemeinerungen der Erfahrungen und Lernprozesse erarbeitet werden. Wichtig ist ebenfalls die Übertragbarkeit. Gesucht werden Lösungen für zusammenhängende, staatenübergreifende Entwicklungszonen oder -korridore. Das Merkmal transnational ist erfüllt, wenn Partner aus mindestens drei Staaten an dem Projekt mitwirken. Zudem ist erforderlich, dass Probleme mit Bedeutung bzw. Wirkung für den Ostseeraum oder größere Teile davon behandelt werden, das sog. Merkmal territorial. Ferner fordert das Merkmal prozessual die Sicherung gemeinsamer transnationaler Projektentwicklung in Durchführung, Finanzierung und Umsetzung.

Antrags - und Teilnahmeberechtigte (Wer?)

Antragsberechtigt sind Senatsverwaltungen und Bezirke, nationale, regionale, kommunale und Länderkörperschaften, Unis, NGOs, juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts.

Die Zusammenarbeit mit privaten Unternehmen und Organisationen wird unterstützt. Dabei ist ein verantwortlicher Hauptpartner zu benennen.

Finanzierung und Verfahren (Wie?)

Insgesamt stehen für Ziel 3 7,8 Mrd ¤ aus dem EFRE zur Verfügung. Für die transnationale Kooperation sind es insgesamt 1,581 Mrd ¤ , davon 208 Mio ¤ für den Ostseeraum. Hinzu kommen rund 23 Mio ¤ aus dem europäischen Nachbarschaftsinstrument (ENPI) für Partner aus Belarus und Russland.

Um EU-Fördermittel zu erhalten, müssen 25 % der gesamten Projektkosten vom Antragssteller getragen werden. Die Laufzeit beträgt in der Regel drei Jahre, ist aber nicht formal festgelegt. Die Auswahl der Projektanträge obliegt einem Lenkungsausschuss aus nationalen und regionalen Vertretern(innen) der beteiligten Staaten.

Antragsfrist für Projekte (Wann?)

Derzeit keine.

Kontakt

Europäische Kommission
Generaldirektion „Regionalpolitik“
1049 Brüssel
Tel.: +32 2 296 06 34
Fax: +32 2 296 23 05
E-Mail
Webseite(Externer Link)

Nat. Beratung

Programmsekretariat
BSR INTERREG IV B Joint Secretariat
Grubenstraße 20, 18055 Rostock
Tel. +49(0)381.45484-5281
E-Mail
Webseite(Externer Link)

Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen
Referat I E "Europäische Strukturfondsförderung"
Martin-Luther-Str. 105
D-10825 Berlin
Peter Walch
Tel.: +49 30 9013 8334
Fax.: +49 30 9013 7520
E-Mail
Webseite

Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg
Horst Sauer, Michael Kortz
Lindenstraße 34a
14467 Potsdam
Tel: 0331/ 866 8720,8721
E-Mail

Büro des Landes Berlin bei der EU

EU-Referate der Senatsverwaltungen

EU-Beauftragte der Berliner Bezirke

Weitere Informationen

Strategie(Externer Link) der Europäischen Union für den Ostseeraum,

Beispiele für Projekte, an denen Berliner Einrichtungen beteiligt waren und sind, finden Sie hier:
Baltic Sea Region(Externer Link)
Berliner wirtschaftsorientierte Projekte
Portal Brandenburg(Externer Link)