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Emigrantenprogramm

Zweimal im Jahr hat der Regierende Bürgermeister Gruppen von ehemaligen Berlinerinnen und Berlinern in ihre Heimatstadt eingeladen, die in der Zeit des Nationalsozialismus emigrieren mussten. Das Programm geht zurück auf einen Beschluss des Senats aus dem Jahr 1969, seitdem nahmen über 35.000 Gäste an dem Programm teil. Die Besucher reisten von allen Kontinenten her an, selbst aus Nepal und Namibia kamen schon ehemalige Berliner in ihre alte Heimatstadt. Zahlenmäßig waren Gäste aus Nord- und Südamerika und aus Israel am stärksten vertreten.
Auf dem Programm standen regelmäßig ein Empfang im Berliner Rathaus, zwei Stadtrundfahrten, ein Besuch des Jüdischen Friedhofs Weißensee, des Jüdischen Museums, eine Schiffsrundfahrt auf Einladung des Abgeordnetenhauses, ein Empfang und Führung im Reichstagsgebäude und eine kulturelle Abendveranstaltung. Je nach Wunsch der Gäste besuchten einzelne auch gastgebende Berlinerinnen und Berliner zu Hause und so erfuhren beide Seiten etwas aus der Vergangenheit und der Gegenwart.
Die Gruppenreisen wurden im Jahr 2010 beendet. Jetzt noch eingehende Anfragen ehemaliger Berlinerinnen und Berliner werden im Rahmen von Einzelreisen berücksichtigt.
Ob ein neues Programm mit veränderter Ausrichtung konzipiert werden kann, wird zwischen dem Abgeordnetenhaus und dem Senat von Berlin abgestimmt werden.

Zeitschrift aktuell

aktuell bietet Emigranten die Möglichkeit, über das Geschehen in ihrer ehemaligen Heimatstadt informiert zu werden. aktuell versteht sich als Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft aber auch als Forum, in dem verloren gegangene Kontakte wiederhergestellt werden können. Dafür gibt es in jeder Ausgabe die Rubrik "Suchanzeigen". aktuell will dazu beitragen, an das alte Berlin zu erinnern und das Berlin von heute und morgen zu zeigen. Aus den zahlreichen Einsendungen der Leserinnen und Leser werden für jede Ausgabe einzelne ausgewählt und abgedruckt. Dadurch enthält aktuell einzigartige Zeitzeugenberichte. aktuell wird in der Senatskanzlei zusammengestellt und erscheint jeweils im Juni und Dezember als gedruckte Ausgabe für den besonderen Leserkreis der ehemaligen Berlinerinnen und Berliner sowie für alle anderen Interessenten auch im Internet. Neue Suchanzeigen werden im Internet laufend veröffentlicht.


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- Senatskanzlei -

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