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Müller zur Tegel-Schließung: Ein Tag, an dem vielen Berlinern das Herz blutet

Meldung vom 08.11.2020

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, hat heute an der Zeremonie zur Schließung des Flughafens Tegel teilgenommen. Berlin erlebe, so Müller, einen historischen Tag voller Emotionen: „Es ist ein Tag, da gibt es nichts darum herum zu reden, wo vielen auch das Herz blutet.“ Der Regierende vor dem Abflug der letzten Maschine auf dem Flughafen: „Tegel war für uns Berlinerinnen und Berliner tatsächlich das Tor zur Welt.“ Das gelte für Tegel noch mehr als für den 2008 geschlossenen Flughafen Tempelhof.

Am Nachmittag sollte als letztes Flugzeug in Tegel eine Maschine der Air France nach Paris abheben. Hunderte Berliner erwarten den Abflug vor dem geschlossenen Terminal. Tegel wird durch den neuen Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld ersetzt, der am vergangenen Samstag geöffnet worden war.
„Tegel hat lange durchgehalten und lange an der Belastungsgrenze gearbeitet», sagte Flughafen-Chef Engelbert Lüdtke Daldrup. Er dankte den Mitarbeitern. „Der Flughafen hat Berlin, der ganzen Region einen großen Dienst erwiesen an, herzlichen Dank.“

Am zuletzt für jährlich rund 10 Millionen Passagiere ausgelegten Flughafen Tegel waren im vergangenen Jahr mehr als 24 Millionen Fluggäste gestartet und gelandet. Über den bis vor kurzem völlig überlasteten Standort wurde seit Jahren ein Großteil des Flugverkehrs in der Hauptstadt abgewickelt. Die Fluggesellschaft Easyjet als bis dahin größter Anbieter in Berlin betrieb in Tegel den größten Standort außerhalb des Heimatlandes England. Auch viele Inlandsflüge starteten und landeten dort.