100. Geburtstag: Müller würdigt John F. Kennedy

PIA/dpa, 29.05.2017

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, nahm gemeinsam mit Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler vor dem Rathaus Schöneberg an der Gedenkstunde zum 100. Geburtstag von John F. Kennedy teil. An dieser Stelle hatte der damalige amerikanische Präsident bei seinem Berlin-Besuch am 26. Juni 1963 den Satz „Ich bin ein Berliner“ gesagt und damit ein Bekenntnis der USA zur Freiheit und Sicherheit der Stadt abgelegt.

Müller: „„Kein anderer amerikanischer Präsident und erst recht kein anderer ausländischer Politiker hat sich so sehr mit den Berlinerinnen und Berlinern und den Deutschen insbesondere im Osten identifiziert wie John F. Kennedy mit seinem Bekenntnis ‚Ich bin ein Berliner‘. Viele ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger erinnern sich noch aus eigenem Miterleben daran. Im Kalten Krieg und in der spannungsgeladenen Situation nach dem Mauerbau war dieses vor der Weltöffentlichkeit gesprochene Wort Ausdruck des Engagements der USA und des Westens für Freiheit und Sicherheit. Deshalb hat gerade Berlin allen Grund, John F. Kennedy zu gedenken und ihn zu seinem 100. Geburtstag zu würdigen.“

Der Regierende Bürgermeister weiter: „Kennedy war ein inspirierender politischer Gestalter, der sein Land und dessen Möglichkeiten für eine bessere Zukunft einzusetzen wusste. Er war ein Demokrat, der sich vehement für Bürger- und Freiheitsrechte in den Vereinigten Staaten und international eingesetzt hat. Reformen, sozialer und insbesondere technologischer Fortschritt standen auf seiner politischen Agenda ebenso wie Beseitigung von Rassenschranken und gesellschaftliche Integration. Gerade weil sein Programm so große Hoffnungen geweckt hatte und weil er eine so charismatische Wirkung auf die Menschen ausübte, hat das Attentat ein halbes Jahr nach seinem Berlin-Besuch auch in unserer Stadt wie ein Schock gewirkt.“

Am Abend nahm Michael Müller mit Friede Springer und dem früheren Bundespräsidenten Joachim Gauck an der Enthüllung einer Gedenktafel für Kennedy auf dem Vorplatz des Verlagsgebäudes der Axel Springer SE teil.