Michael Müller in Moskau: Künftig engere Zusammenarbeit beider Partnerstädte

PIA, dpa, 14.03.2017

Berlin und Moskau wollen künftig wieder enger zusammenarbeiten. Das haben die Bürgermeister der beiden Hauptstädte in Moskau verabredet. Im Blauen Saal des Rathauses der russischen Metropole unterzeichneten der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, und Moskaus Oberbürgermeister Sergej Sobjanin ein Memorandum, das die 25 Jahre alte Partnerschaft neu beleben soll.

Müller: „Beide wachsende Städte stehen vor ähnlichen Problemen mit Wohnungsbau, Verkehrs- und Bildungsinfrastruktur und können voneinander profitieren.“ Sobjanin sprach von „fruchtbarer Kooperation“ und hob die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Russland hervor.

Zukünftig, so sieht es das Memorandum vor, wird es einen stärkeren politischen Austausch geben, zum Beispiel über Verkehrs- und Wohnungspolitik. Darüber hinaus soll es mehr kulturelle Begegnungen geben. Im Verlauf seines Aufenthalts besuchte Müller mit seiner Delegation u.a. die Moskauer Verkehrsleitzentrale. Er hält sich insgesamt drei Tage in Moskau auf. Dabei eröffnete der Regierende u.a. ein Festival mit Berliner Filmen, trifft Vertreter von Start-ups, Studierende und prominente Vertreter der Zivilgesellschaft.

Im Vorfeld hatte der Regierende Bürgermeister erklärt: „Wir wollen die Städtepartnerschaft langsam wieder beleben und nicht gleich in die großen Themen einsteigen, nach denen die Kommunikation dann womöglich gleich wieder abbricht.“ Berlin und Moskau sind seit 1991 durch eine Städtepartnerschaft verbunden. Müller: „Ich freue mich, dass wir mit diesem Memorandum neue Akzente in den Beziehungen zu unserer Partnerstadt Moskau setzen können. Unser gemeinsames Ziel ist: Wir wollen die Zusammenarbeit verstärken und vor allem eines erreichen — das Gespräch, den Erfahrungsaustausch zwischen den Menschen und Institutionen in beiden Städten.“ Bei einem Essen am Montagabend mit hochrangigen Vertretern der Moskauer Stadtregierung wurden so auch kommunalpolitische Themen wie Ausbildung und Schule, Kultur, Museumsförderung, Arbeitsplätze, Integration Geflüchteter, städtebauliche Entwicklung und Wohnungsbau diskutiert.