Verleihung der Ehrenbürgerwürde an W. Michael Blumenthal

PIA, dpa, 24.04.2015

Der Gründungsdirektor des Jüdischen Museums Berlin, W. Michael Blumenthal, ist neuer Berliner Ehrenbürger. Blumenthal sei ein unerschütterlicher Fürsprecher der deutsch-jüdischen Versöhnung, begründete der Regierende Bürgermeister Michael Müller die Ehrung am Freitag. Er habe entscheidend dazu beigetragen, dass Berlin als Metropole wahrgenommen werde, die sich ihrer Geschichte stellt und sich damit zu Freiheit, Toleranz und Weltoffenheit bekennt.

Das Ehrenbürgerrecht ist die bedeutendste Auszeichnung Berlins. Der Senat verleiht es im Einvernehmen mit dem Abgeordnetenhaus an Persönlichkeiten, die sich in hervorragender Weise um die Stadt verdient gemacht haben. W. Michael Blumenthal ist der 118. Berliner Ehrenbürger.

Blumenthal wurde 1926 in Oranienburg geboren. Mit dem Machtantritt der Nationalsozialisten emigrierte er mit seiner Familie über Shanghai in die USA. Dort machte er Karriere als Wirtschaftsprofessor, Politiker und Manager. Von 1997 bis 2014 war er Direktor des Jüdischen Museums Berlin.

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