Moses-Mendelssohn-Preis 2014 für Ahmad Mansour

PIA, 15.09.2014

Am 15. September 2014 wurde der „Moses-Mendelssohn-Preis zur Förderung der Toleranz gegenüber Andersdenkenden und zwischen den Völkern und Religionen“ vom Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten, Tim Renner, an den Diplom-Psychologen Ahmad Mansour verliehen. Die Preisverleihung fand im Festsaal des Berliner Rathauses statt.

Staatssekretär Tim Renner: „Ahmad Mansour ist ein weltoffener, junger Aufklärer im Geist Moses Mendelssohns, der aktiv und mutig dazu beiträgt, unsere Gesellschaft toleranter werden zu lassen.“

Mit dem 1976 in Israel geborenen Mansour würdigt die Jury eine in herausragender Weise engagierte und couragierte Persönlichkeit. Als arabischer Israeli in Deutschland setzt sich Ahmad Mansour so aktiv wie kreativ für den Abbau von Vorurteilen und für mehr Toleranz in der Gesellschaft ein. Durch seine Publikationen und seine Arbeit in migrantischen Communities trägt Ahmad Mansour dazu bei, Vorurteile gegenüber Juden in Deutschland und in Europa ebenso abzubauen wie Stereotypien zum Staat Israel. Mit Organisationen wie „Heroes e. V.“ setzt er sich gegen das fehlgeleitete Verständnis von „Ehre“ ein, gegen Gewalt im privaten wie öffentlichen Raum und für eine demokratische Kultur des Dialogs, der individuellen Verantwortung und Kritikfähigkeit. Ahmad Mansour wird dabei für viele Jugendliche zu einem lebendigen und produktiven Vorbild.

Der Preis wird vom Land Berlin ausgelobt und alle zwei Jahre vergeben, er ist mit 10 000 Euro dotiert. Zur Jury gehörten Joachim Hake, Gideon Joffe, Friederike von Kirchbach, Brigitte Wieczorek-Schauerte sowie die Tagesspiegel-Redakteure Caroline Fetscher und Thomas Lackmann.

Bildimpressionen von der Preisverleihung im Berliner Rathaus

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