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Senat beschließt Jahresbericht 2021 zum Planungsfortschritt der Tangentialen Verbindung Ost

Pressemitteilung vom 15.06.2021

Aus der Sitzung des Senats am 15. Juni 2021:

Auf Vorlage der Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther, hat der Senat heute den Jahresbericht 2021 zum Planungs- und Baufortschritt der Tangentialen Verbindung Ost (TVO) beschlossen.

Seit Abschluss der Variantenuntersuchung im August 2019 wird mit hoher Priorität die Vorzugsvariante geplant. Dazu zählen neben der Erstellung der Teil-Vorplanungsunterlage für die notwendigen Eisenbahnüberführungen auch die Vorplanung für die Baulogistik und die Entwurfsplanung der Verkehrsanlage. Hierfür werden die Verkehrsprognose sowie die erforderlichen Lärm-, Luft- und Baugrundgutachten erstellt. Außerdem werden Entwässerung, Lichtsignalanlagen, Bushaltestellen, Beleuchtung, Lärmschutzwände sowie Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen geplant. Die Versorgungsunternehmen wurden in die Planung einbezogen, so dass aktuell die Regelungsverzeichnisse und –pläne, so weit wie derzeit möglich, erstellt werden.

Insgesamt müssen zehn Brücken- und Stützbauwerke geplant werden. Für den Knotenpunkt
B 1/ B 5 und Märkische Allee wurde bereits eine Grundsatzentscheidung getroffen. Um hier bei hoher Belastung sichere Verkehrslösungen zu schaffen und den Flächenverbrauch zu minimieren, soll diese Kreuzung auf drei Ebenen gebaut werden (Abbildung unter berlin.de).

Die Tangentiale Verbindung Ost ist als Nord-Süd-Straße zwischen den Bezirken Marzahn-Hellersdorf und Treptow-Köpenick geplant. Sie soll die B158 nach Süden verlängern und dabei angrenzende Ortsteile wie Friedrichsfelde, Karlshorst, Biesdorf und Köpenick von Verkehr entlasten. Dafür sind zwei Kfz-Spuren je Richtung geplant, flankiert von einem insgesamt vier Meter breiten Zwei-Richtungs-Radweg (pro Richtung 2 Meter) und einem 2,40 Meter breiten Gehweg. Die rund 7,2 Kilometer lange Verbindung verläuft zwischen der Bundesstraße B 1/B 5 (Knotenpunkt Märkische Allee) im Norden und der Straße An der Wuhlheide (Knotenpunkt Spindlersfelder Straße) im Süden. Auch eine Busverbindung über die TVO ist geplant.

Die Baumaßnahme wird im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) zu 90 Prozent mit Bundesmitteln gefördert. Der zehnprozentige Eigenanteil Berlins ist im Doppelhaushalt 2020/2021 und der Finanzplanung für die Jahre 2019 bis 2023 mit 155 Mio. Euro berücksichtigt. Über den Planungs- und Baufortschritt wird nach einem Beschluss des Berliner Abgeordnetenhauses jährlich berichtet.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Website www.berlin.de/tvo Ordner\www.berlin.de\tvo.