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Senat beschließt Handlungskonzept, um Auswirkungen der Corona-Pandemie auf dem Berliner Arbeitsmarkt zu abzufedern

Pressemitteilung vom 22.09.2020

Aus der Sitzung des Senats am 22. September 2020:

Der Berliner Senat hat heute weitere Maßnahmen gegen die Folgen der Corona-Pandemie am Berliner Arbeitsmarkt beschlossen. Ein entsprechendes Konzept wurde von Elke Breitenbach, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, vorgelegt.

Es soll einen Beitrag zur Stabilisierung der coronabedingt schwierigen Arbeitsmarktlage und zur Bekämpfung der spürbaren Folgen des Lockdowns leisten. Dieses Konzept ergänzt die Soforthilfeprogramme des Senats und des Bundes.

Betriebe und Beschäftigte sollen auch in schwierigen Zeiten ermutigt werden, Phasen von Kurzarbeit für Qualifizierung zu nutzen. Um die Attraktivität von Weiterbildungen während der Kurzarbeit zu erhöhen, soll das Kurzarbeitergeld während des Zeitraums der Qualifizierung durch den Senat aufgestockt werden. Berlin ergänzt damit die auf Bundesebene beschlossene Verlängerung der maximalen Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes durch einen Anreiz zur gleichzeitigen Weiterbildung.

Ein besonderes Augenmerk gilt zudem der Erlangung digitaler Grundkompetenzen durch Langzeitarbeitslose. Hierzu soll ein Interessenbekundungsverfahren zur Entwicklung praxisorientierter Curricula für Weiterbildungen im Bereich digitaler Grundkompetenzen durchgeführt werden. Die erarbeiteten und erprobten Curricula können Weiterbildungsanbietern und Betrieben anschließend zur freien Verwendung zugänglich gemacht werden.
Zur sozialverträglichen Abfederung der Folgen des Strukturwandels auf dem Arbeitsmarkt prüft der Senat, ob künftig eine Kofinanzierung des Landes im Falle eines Transfers von Beschäftigten in so genannte Transfergesellschaften erfolgen kann – sofern die Ressourcen der betrieblichen Sozialpartner und der Agentur für Arbeit nachweislich nicht ausreichen. Hierbei wird der Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen sowie Arbeitgebende der Sozialwirtschaft gelegt. Gegenstand der Prüfung ist eine Übernahme von Regie-, Coaching- und Weiterbildungskosten durch das Land Berlin.

Arbeitssenatorin Breitenbach: „Unser Lösungsansatz ist ein flexibles Unterstützungssystem, mit dem Hilfsangebote je nach Bedarf gesteuert werden können. Der beschleunigte Strukturwandel verlangt vor allem, Anstrengungen zur Qualifizierung von Beschäftigten sowie von Arbeitslosen zu verstärken. Dazu werden die Beratungs- und Unterstützungsstrukturen des Landes Berlin mit denen der Bundesagentur für Arbeit abgestimmt, verzahnt und gegebenenfalls ausgebaut. So können im besten Falle aus der Corona-Krise neue Chancen für Arbeitslose, Beschäftigte und Betriebe im Strukturwandel erwachsen.“