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Bericht über Ausbau der Wohnungslosenhilfe vorgelegt

Pressemitteilung vom 18.08.2020

Aus der Sitzung des Senats am 18. August 2020:

Der Senat hat heute einen Bericht darüber zur Kenntnis genommen, wie der Ausbau der Projekte der Wohnungslosenhilfe erfolgt. Der Bericht wurde von der Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Elke Breitenbach vorgelegt.

Mit Zuwendungen fördert der Berliner Senat im Integrierten Sozialprogramm (ISP) stadtweit ausgerichtete niedrigschwellige Einrichtungen und Dienste der Wohnungslosenhilfe – d.h. Beratungsstellen, Notübernachtungen, Straßensozialarbeit, ambulante medizinische Versorgung, Bahnhofsdienste oder Beratung für psychisch kranke wohnungslose Frauen.

Der Doppelhaushalt 2020/2021 sieht dafür eine Steigerung in Höhe von 430.000 Euro vor. Damit stehen je Haushaltsjahr rund 8,9 Millionen Euro zur Verfügung.
Folgende Bereiche sind gestärkt worden:

  • Förderung des Beratungs- und Hygienebusses; Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Berlin
  • Stärkung der aufsuchenden Straßensozialarbeit in den Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln und Lichtenberg in Kooperation mit den Bezirken; Gangway e.V.

Ziel aller innerhalb des ISP geförderten Projekte ist eine Grundversorgung sowie eine Beratung zur Weitervermittlung in die Regelversorgung. Außerdem soll bei der Überwindung sozialer Schwierigkeiten geholfen werden. Die Angebote richten sich sowohl an Menschen, die auf der Straße leben, als auch an Menschen, die von Wohnraumverlust bedroht sind.
Damit wird zum einen die Versorgung wohnungsloser Menschen erheblich verbessert und zum anderen können durch rechtzeitige Beratung noch mehr Haushalte vor Wohnungsverlust bewahrt werden.

Mit dem Ausbruch von Covid 19 stellte das Land Berlin zum Schutz obdachloser Menschen drei Notunterkünfte als „24/7- Angebot“ bereit – inklusive einer Quarantäneunterkunft.

Umgesetzt wird zudem das Projekt „Obdachlosen-Taskforce“ mit Stellen aus dem Förderprogramm Solidarischen Grundeinkommens (SGE). Bei dem Projekt geht es um aufsuchende Straßensozialarbeit. Diese vermittelt konkrete Unterstützung beim Aufzeigen von Angeboten der Wohnungslosenhilfe, z. B. der Kältehilfe, sowie die Begleitung zu Behörden und Institutionen.

Außerdem enthält der Bericht Informationen und Zahlen über die „Kältehilfe“-Periode des Winters 2019/2020. Die sieben Monaten dieser Kältehilfe-Perioden weisen mit bis zu 1.150 Notübernachtungsplätzen die bisher höchsten Angebotszahlen aus. Im Durchschnitt standen 981 Notübernachtungsplätze zur Verfügung.