Berlin weitet Hilfsprogramm Soforthilfe IV für Unternehmen im Medien- und Kulturbereich aus

Pressemitteilung vom 21.07.2020

Aus der Sitzung des Senats am 21. Juli 2020:

Der Berliner Senat hat heute auf Vorlage des Kultursenators, Dr. Klaus Lederer, beschlossen, das Soforthilfepaket IV fortzuführen und den Anwendungsbereich auszuweiten. Dabei soll das bestehende Programm um 30 Millionen Euro aufgestockt und der Kreis der Antragsberechtigten erweitert werden. Das Programm richtet sich nunmehr an kleine und mittlere Unternehmen im Medien- und Kulturbereich mit mindestens zwei Mitarbeitenden, die nicht regelmäßig oder nicht überwiegend öffentlich gefördert werden und besonders hart von der Corona-Krise getroffen sind.

Die bisher vorgesehenen Maßnahmen, sowohl des Bundes als auch des Landes, haben in der Regel nur einen Förderzeitraum bis maximal Ende August 2020. Zudem werden kleine Unternehmen im Medien- und Kulturbereich mit 10 Mitarbeitenden oder weniger bisher nicht erreicht. Daher wird das Programm der Soforthilfe IV auf diesen Bereich ausgeweitet.

Mit dem heute beschlossenen Programm wird die für September entstehende Nothilfen-Lücke bedarfsgerecht geschlossen.

Berlin hat traditionell einen besonders bedeutsamen und kleinteiligen Kulturbereich, dessen Einrichtungen zwar Wirtschaftsbetriebe sind, aber regelmäßig nicht renditeorientiert arbeiten. Er ist vom Wegfall des Publikumsverkehrs wirtschaftlich existenziell getroffen und wird prognostisch am längsten betroffen sein. Entstandene Ausfälle können nach der Krise nicht nachgeholt werden. Dieser besonderen Situation trägt der Senat mit der Fortsetzung und Ausweitung der Soforthilfe IV Rechnung. Ziel ist es, die negativen Auswirkungen der Corona-Krise auf Kultur- und Medienbetriebe abzufedern und damit die Schäden für die Gesamtwirtschaft und für den Kultur- und Medienbereich zu begrenzen.