Neue Sachverständige im Aufsichtsrat der Charité

Pressemitteilung vom 25.02.2020

Aus der Sitzung des Senats am 25. Februar 2020:

Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung auf Vorlage des Regierenden Bürgermeisters und Senators für Wissenschaft und Forschung, Michael Müller, fünf neue externe Sachverständige für die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat der Charité – Universitätsmedizin Berlin benannt. Nach der im Oktober 2019 in Kraft getretenen Novellierung des Berliner Universitätsmedizingesetzes ist der Aufsichtsrat für die nächsten fünf Jahre neu zu bilden. Der Aufsichtsrat berät den Vorstand und überwacht insbesondere die Recht- und Zweckmäßigkeit sowie die Wirtschaftlichkeit seiner Geschäftsführung. Er kontrolliert die Umsetzung der Betriebsziele des Universitätsklinikums und die Gewährleistung von Qualität in Forschung und Lehre der Medizinischen Fakultät. Daher ist die Auswahl von ausgewiesenen Sachverständigen ein wichtiger Baustein in der zukunftsorientierten Ausrichtung der Charité. Neben den fünf externen Sachverständigen besteht der Charité-Aufsichtsrat aus dem Vorsitzenden und weiteren sieben stimmberechtigten sowie vier beratenden Mitgliedern.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller: „Es ist uns gelungen, fünf exzellente Expertinnen und Experten für den Aufsichtsrat der Charité zu gewinnen. Ich danke ihnen für ihre Bereitschaft, die Charité auf dem Weg zu einer der weltweit besten Unikliniken zu begleiten, und freue mich auf unsere Zusammenarbeit.“

Die ausgewählten externen Persönlichkeiten verfügen über große Expertise im Finanz- und Rechnungswesen, im Krankenhausmanagement und in der Krankenversorgung, im Umgang mit wissenschaftsspezifischen Steuerungsansätzen sowie über Erfahrungen in der internationalen medizinischen Forschung.

Die Sachverständigen für den Aufsichtsrat sind:

  • Prof. Dr. Michael Baumann, Mediziner und Professor an der Technischen Universität Dresden, Vorstandsvorsitzender und Wissenschaftlicher Stiftungsvorstand des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg,
  • Irmtraut Gürkan, Dipl.-Volkswirtin, zuletzt Kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Heidelberg,
  • Prof. Dr. Denise Hilfiker-Kleiner, Biologin und Universitätsprofessorin für molekulare Kardiologie an der Medizinischen Hochschule Hannover und Forschungsdekanin, Mitglied im Wissenschaftsrat,
  • Prof. Dr.-Ing. Reimund Neugebauer, Universitätsprofessor an der Technischen Universität Chemnitz, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft e. V.,
  • Stefan Oelrich, Mitglied des Vorstands der Bayer AG, Leiter der Division Pharmaceuticals mit Sitz in Berlin, Mitglied im Aufsichtsrat des Berlin Institute of Health (BIH).

Dem Aufsichtsrat gehören weiterhin als Vorsitzender der Regierende Bürgermeister von Berlin und Senator für Wissenschaft und Forschung, Michael Müller, als das für Hochschulen zuständige Mitglied des Senats von Berlin an sowie Dr. Matthias Kollatz als das für Finanzen zuständige Mitglied des Senats von Berlin. Mit der Gesetzesänderung sind jetzt auch zwei vom Fakultätsrat benannte Hochschullehrerinnen oder Hochschullehrer der Charité sowie ein von den Hochschulleitungen der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin gemeinsam benanntes Mitglied Teil des Aufsichtsrates. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat drei Mitglieder, die in unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl von den hauptberuflichen Beschäftigten der Charité gewählt werden.

Mit beratender Stimme gehören außerdem die Zentrale Frauenbeauftragte der Charité, ein Mitglied des Gesamtpersonalrats und jetzt erstmals die Vertrauensperson der Gesamtschwerbehindertenvertretung sowie ein Mitglied der Gruppe der Studierenden im Fakultätsrat dem Aufsichtsrat an.