Müller zur Ehrung des Berlin Städtältesten Richard Draemert

Pressemitteilung vom 19.12.2019

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, spricht am Freitag, 20. Dezember 2019 ein Grußwort zur Enthüllung einer Stele zum Gedenken an den Berliner Stadtältesten Richard Draemert (1880-1957) auf dem Vorplatz des U-Bahnhofs Onkel-Toms-Hütte (Wort-Bild-Termin; Ausgang Onkel-Tom-Straße, 14169 Berlin).

Müller: „Die Nationalsozialisten haben den aufrechten Demokraten und engagierten Kommunalpolitiker Richard Draemert drangsaliert, mit Berufsverbot belegt, 1933 in Plötzensee und 1944 im Konzentrationslager Sachsenhausen inhaftiert. Trotzdem arbeitete er unter der Diktatur weiter gegen das Regime und half Verfolgten, wo es eben ging. Seinem Bezirk Zehlendorf blieb er sein Leben lang verbunden und sein engagiertes Bemühen um die Belange der Berlinerinnen und Berliner ist Kern seiner politischen Arbeit gewesen. Bezahlbarer Wohnraum und moderner Nahverkehr waren für Draemert zwei zentrale stadtpolitische Ziele. Deshalb gibt für seine Stele kaum einen besseren Ort als den Vorplatz des U-Bahnhofs Onkel-Tom-Straße inmitten der u.a. von Bruno Taut entworfenen Waldsiedlung und der Siedlung Onkel Toms Hütte.“

Anlass der Enthüllung der Stele für den Sozialdemokraten Draemert ist das 90. Jubiläum der Eröffnung der Verlängerung der U-Bahn-Strecke von Dahlem-Dorf nach Krumme Lanke. Draemert hatte dieses Verkehrsprojekt gemeinsam mit dem damaligen Berliner Stadtrat Ernst Reuter betrieben. Draemert war von 1921 bis 1928 Stadt- und Bezirksverordneter und von 1946 bis 1954 erneut Zehlendorfer Bezirksverordneter. 1955 wurde er aus Anlass seines 75. Geburtstags zum Stadtältesten von Berlin ernannt. Weitere Informationen zum Termin und zur Biografie Draemerts finden Sie auf Berlin.de.