Reservierungsquote bei landeseigenen Unternehmen durchsetzen - Senatorin Kalayci bekräftigt Engagement für mehr Frauen in technischen Berufen

Pressemitteilung vom 17.12.2019

Aus der Sitzung des Senats am 17. Dezember 2019:

Der Senat hat heute auf Vorlage der Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Dilek Kalayci, den 2. Bericht an das Abgeordnetenhaus über „Mehr Frauen in technische Berufe: Reservierungsquote bei landeseigenen Unternehmen durchsetzen“ beschlossen.

Frauen sind in technischen Berufen immer noch deutlich unterrepräsentiert; dies gilt auch für Ausbildungsplätze in technischen Berufen in den Berliner Landesunternehmen. Obwohl das Landesgleichstellungsgesetz in § 7 eine Ausbildungsquote für Frauen in diesem Bereich vorschreibt, ist eine geschlechtergerechte Verteilung der Ausbildungsplätze noch lange nicht erreicht. Das Abgeordnetenhaus hat den Senat daher aufgefordert, in Zusammenarbeit mit den landeseigenen Unternehmen eine Strategie zur Umsetzung der Reservierungsquote in der Ausbildung nach § 7 des Landes¬gleich¬stellungsgesetzes zu entwickeln.

Senatorin Kalayci: „Wir wollen gemeinsam erreichen, dass sich mehr Mädchen und Frauen für Ausbildungen in den technischen Berufen interessieren und in diesen Bereichen im Arbeitsleben besser repräsentiert werden. Mit dem vorliegenden Bericht zeigen wir auf, welche Schritte bereits unternommen wurden und was noch zu tun ist, um das Wissen über Ausbildungsmöglichkeiten in technischen Berufen zu verbessern und die Frauenquote in diesem Bereich zu erhöhen. Mit 15,3 Prozent ist Berlin zwar bundesweit Spitze bei weiblichen Auszubildenden in technischen Berufen. Das müssen wir aber noch steigern. Neben den Bemühungen, die wir nun mit den landeseigenen Unternehmen starten, gab es zum Beispiel auch in diesem Jahr wieder einen Girls‘Day, bei dem Berliner Schülerinnen in über 300 Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Behörden Zukunftsberufe kennenlernen und sich informieren konnten. 33 Prozent dieser Unternehmen erhalten später Bewerbungen für Praktika und Ausbildungsplätze von Teilnehmerinnen des Girls‘Days. Wir sind auf einem guten Weg und werden nicht nachlassen in unserem Engagement, mehr Frauen und Mädchen für technische Berufe zu interessieren. Dies setzt natürlich auch die Bereitschaft der Unternehmen voraus, sich dahingehend zu öffnen. Die Landesunternehmen werden weiter mit gutem Beispiel vorangehen.“

Derzeit erarbeitet die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung eine Absichtserklärung der Landesunternehmen, in der sich diese auf gemeinsame Maßnahmen zur Verbesserung der Frauenquote in den technischen Berufen festlegen. Dazu fanden bereits zwei gemeinsame Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern der betroffenen Unternehmen statt. Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung wird den gemeinsamen Prozess der Strategieentwicklung mit allen Landesunternehmen, die in technischen Berufen ausbilden, intensiv weiterführen.