Verwaltungs- und Finanzierungsabkommen über die Archivschule Marburg – Hochschule für Archivwissenschaft

Pressemitteilung vom 05.11.2019

Aus der Sitzung des Senats am 5. November 2019:

Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung auf Vorlage des Senators für Kultur und Europa, Dr. Klaus Lederer, dem Abschluss eines Verwaltungs- und Finanzierungsabkommens über die Archivschule Marburg zugestimmt. Damit wird die theoretische Ausbildung der vom Landesarchiv Berlin laufend benötigten Archivfachkräfte gesichert. Das Landesarchiv Berlin ist das zentrale Staatsarchiv des Landes Berlin, das die gesetzliche Aufgabe hat, Unterlagen zu erfassen, zu bewerten und als Archivgut zu sichern, auf Dauer zu bewahren sowie die Erschließung zu gewährleisten und es für die Benutzung allgemein zugänglich zu machen. Als nachgeordnete Einrichtung untersteht es der Aufsicht der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Bereits seit dem Jahr 1949 ist die Archivschule Marburg als zentrale Aus- und Fortbildungseinrichtung für die theoretischen Lehrgänge der verwaltungsinternen dualen Archivausbildung tätig.

Mit dem Abkommen, das der Bund und 14 Länder sowie die Stiftung Preußischer Kulturbesitz abschließen, wird die Archivschule Marburg als Basiseinrichtung der Archivausbildung gesichert. Das Abkommen sieht jährlich festgelegte Finanzierungsbeiträge aller Vertragsparteien vor. Das Land Hessen trägt als Sitzland der Archivschule Marburg künftig 40 Prozent der Ausbildungskosten als Sockelfinanzierung und auch weiterhin die Kosten für Investitionen. 60 Prozent des Finanzbedarfs (statt bislang 65 Prozent) entfallen auf die übrigen Vertragspartner. Im Gegenzug zur finanziellen Beteiligung des Landes Berlin am Unterhalt der Archivschule Marburg sichert das Abkommen die Mitwirkung des Landes Berlin an der inhaltlichen Entwicklung der Archivschule Marburg.

Das Inkrafttreten des Verwaltungs- und Finanzierungsabkommens über die Archivschule Marburg ist zum 1. Januar 2020 vorgesehen.