Senat beschließt Ergebnisbericht der Zukunftskommission „Gesundheitsstadt Berlin 2030“

Pressemitteilung vom 15.10.2019

Aus der Sitzung des Senats am 15. Oktober 2019:

Der Senat hat heute auf Vorlage des Regierenden Bürgermeisters und Senators für Wissenschaft und Forschung, Michael Müller, und der Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Dilek Kalayci, den Ergebnisbericht der Zukunftskommission „Gesundheitsstadt Berlin 2030“ beschlossen. In dem Ende März 2019 vorgestellten Bericht des unabhängigen Expertengremiums aus Wissenschaft, Verbänden, Kliniken, Unternehmen und Patientenvertretungen unter Vorsitz von Prof. Dr. Karl Lauterbach wurden die Herausforderungen sowie die Chancen und Potenziale des Gesundheitsstandorts Berlin analysiert. Darin empfehlen die Sachverständigen eine Intensivierung der Kooperation zwischen der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH, dem größten kommunalen Krankenhauskonzern. Konkret vorgeschlagen wurden unter anderem eine abgestimmte Standortentwicklung, die Nutzung einer gemeinsamen IT- und Dateninfrastruktur, eine Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung und Transfer sowie in der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften. Zentrale Vorhaben wie die Errichtung des Universitären Herzzentrums Berlin, die Integration des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung als weitere Säule in die Charité und die Etablierung einer gemeinsamen Ausbildungsakademie von Charité und Vivantes sind von den Expertinnen und Experten als wegweisend explizit begrüßt worden. Der Bericht der Zukunftskommission wird nun dem Abgeordnetenhaus zur Beratung zugeleitet.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller: „Schon heute verfügt Berlin über alles, was eine innovative Gesundheitsmetropole braucht. Das bestätigt die Zukunftskommission und zeigt zugleich auf, wie wir das enorme Zukunftspotenzial Berlins auf dem Weg zum internationalen Spitzenstandort noch besser nutzen können. Hierzu setzen wir verstärkt auf eine enge Kooperation der zwei großen Berliner Kliniken Charité und Vivantes und haben dabei die Weiterentwicklung der Forschung, Krankenversorgung und Ausbildung von Fachkräften fest im Blick.“

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci: „Der Bericht zur Gesundheitsstadt Berlin 2030 gibt dem Berliner Senat wichtige Empfehlungen für die Gesundheitsversorgung der Zukunft in der wachsenden Stadt. Schon jetzt verfügt Berlin über eine einzigartige medizinische Versorgung. Mein erklärtes Ziel ist, dass die Ergebnisse der Spitzenforschung in Berlin bei den Bürgerinnen und Bürgern direkt ankommen. Deshalb wollen wir, dass die Krankenhäuser Berlins noch besser miteinander daran arbeiten, die Menschen in der wachsenden Stadt erstklassig zu versorgen. Dabei wird es um eine Kooperationsstruktur in der Forschung, Digitalisierung und in der Ausbildung gehen.“

Die Empfehlungen der Kommission wurden mit dem Ziel erarbeitet, Berlin zu einem in der stationären Krankenversorgung und medizinischen Forschung international führenden Standort weiterzuentwickeln und den wachsenden Fachkräftebedarf im Gesundheitswesen nachhaltig zu sichern. Gegenwärtig werden die Vorschläge der Zukunftskommission hinsichtlich der konkreten Umsetzung und Ausgestaltung geprüft. Dieser Prozess wird durch den ehemaligen Gesundheitsstaatssekretär Boris Velter unterstützt, der seit August 2019 die Geschäftsstelle „Gesundheitsstadt Berlin 2030“ leitet, die gemeinsam von der Charité und Vivantes eingerichtet wurde.

Der vollständige Ergebnisbericht ist online auf der Website der Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung zugänglich:
Gesundheitsstadt Berlin 2030 – Ergebnisbericht der Zukunftskommission

Ergebnisbericht Gesundheitsstadt Berlin 2030

PDF-Dokument (473.6 kB) Dokument: Senatskanzlei