Senat beschließt Bericht über den Umsetzungsstand der 80plus-Rahmenstrategie

Pressemitteilung vom 10.09.2019

Aus der Sitzung des Senats am 10. September 2019:

Der Senat hat heute auf Vorlage der Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Dilek Kalayci, den Bericht an das Abgeordnetenhaus über den Umsetzungsstand der 80plus-Rahmenstrategie beschlossen.

Um die gesundheitliche und pflegerische Versorgung noch besser an den besonderen Bedarfslagen hochaltriger Menschen auszurichten, wurde in Berlin der Prozess 80plus initiiert. Dieser umfasste einen beteiligungsorientierten Dialogprozess, an dessen Ende die Erarbeitung der 80plus-Rahmenstrategie stand.

Seit Sommer 2016 werden verschiedene Vorhaben umgesetzt. Sie alle verfolgen das Ziel, die Vernetzung, Kooperation, Koordination und Kommunikation zwischen unterschiedlichsten Versorgungsbereichen zu verbessern.

Senatorin Kalayci: „Die Zahl der hochaltrigen Menschen in Berlin steigt. Im Jahr 2030 werden geschätzt 263.000 Berlinerinnen und Berliner über 80 Jahre alt sein, derzeit sind es 180.000 Menschen. Das ist eine sehr gute Nachricht, die das Land aber auch vor Herausforderungen stellt. Berlin besitzt bereits heute eine sehr gute Versorgungsstruktur für hochaltrige Menschen. Die 80plus-Rahmenstrategie soll die bestehenden Strukturen so weiterentwickeln, dass diese den Anforderungen einer älter werdenden Gesellschaft noch besser gerecht werden und alte Menschen dabei unterstützen, möglichst lange aktiv zu sein und eigenständig ihren Lebensalltag zu meistern.“

Ganz konkret werden beispielsweise:

  • ein Projekt zur Teilhabe- und Bewegungsförderung älterer Menschen in Friedrichshain-Kreuzberg durchgeführt,
  • ein Förderprogramm zur Weiterentwicklung der bezirklichen Verbundarbeit umgesetzt,
  • die Bezirke beim Ausbau der bezirklichen Altenhilfe- und Geriatriekoordination unterstützt,
  • jährliche Treffen der Akteurinnen und Akteure, die zur Versorgung am Lebensende beraten, sowie eine neue Schulung zur Hospiz- und Palliativberatung angeboten.

Zudem können Berliner Krankenhäuser derzeit ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen einer kostenfreien Zusatzqualifikation zu „Demenz- und Palliativbeauftragen“ fortbilden lassen. Die Teilnehmenden sollen zukünftig in den Krankenhäusern abteilungsübergreifend als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren vertieftes Fachwissen weitergeben und so die Versorgung von Menschen mit Demenz und Menschen am Lebensende in den Krankenhäusern verbessern.