„Campus für Demokratie“ in Lichtenberg: Entwicklung des Areals durch Standortmanagement

Pressemitteilung vom 05.06.2018

Aus der Sitzung des Senats am 5. Juni 2018:

Die Rahmenbedingungen für die Entwicklung des Areals für den „Campus der Demokratie“ in Lichtenberg sollen verbessert werden. Das geht aus einem entsprechenden Bericht an das Abgeordnetenhaus hervor, den der Senat auf Vorlage der Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher, in seiner heutigen Sitzung beschlossen hat.

Um die Stagnation bei der Entwicklung des historisch bedeutenden Standortes rund um die Zentrale des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit der DDR zu beenden, wollen öffentliche Einrichtungen und Verwaltungen des Bundes und des Landes gemeinsam der historischen Verantwortung für das Areal gerecht werden.

Unter dem Leitbild „Campus für Demokratie“ sollen die Stasi-Unterlagen dauerhaft gesichert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Zugleich soll das Areal rund um die Normannen- und Magdalenenstraße mit seinen unterschiedlichen Nutzungen weiterentwickelt, mit Forschungs- und Informationsinfrastruktur und verwandten Nutzungen aus den Bereichen Kultur, Bildung und Gewerbe ergänzt und somit weiter qualifiziert werden.

Senatorin Lompscher: „Für das bis heute ungenügend genutzte und schlecht zugängliche Areal des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit wird seit langem ein einheitliches Entwicklungskonzept gefordert. Konkrete Schritte dazu wurden in der von mir initiierten Standortkonferenz im August 2017 vereinbart. Das in diesem Rahmen beschlossene Leitbild für einen lebendigen ‘Campus/Lernort für Demokratie‘ soll die ehemals abgeriegelte ‘Stadt in der Stadt‘ öffnen. Deshalb haben wir vereinbart, ein Standortmanagement zu beauftragen, das sich institutionsübergreifend für die Entwicklung einsetzt. Aus meiner Sicht bietet das Areal die einmalige Chance, aktive historische Aufarbeitung und aktuelle gesellschaftliche Debatten an diesem geschichtsträchtigen Ort zu verbinden.“

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen hat mit der Auftragsbekanntmachung „Standortmanagement für das Areal des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit der DDR“ am 28. Mai 2018 ein europaweites Vergabeverfahren gestartet. Die Vergabeentscheidung ist für Anfang August 2018 vorgesehen, sodass das Standortmanagement seine Arbeit voraussichtlich im September 2018 aufnehmen kann.