Chebli übergibt Zertifikate an junge Musliminnen und Muslime – Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement: „Kampf gegen Antisemitismus ist eine gemeinsame Aufgabe“

Pressemitteilung vom 03.04.2018

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Auf Einladung der Bevollmächtigten des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales, Sawsan Chebli, findet die erstmalige Verleihung der Abschlusszertifikate an die erste Gruppe des AKRAN-Qualifizierungsprogramms der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA) am Donnerstag, 5. April 2018, im Wappensaal des Berliner Rathauses statt (Wort-Bild-Termin). Chebli überreicht die Zertifikate gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden des KIgA e.V., Dervis Hizarci.

Chebli: „Vor dem Hintergrund der aktuellen Vorfälle zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, den Einsatz muslimischer Communities im Kampf gegen Antisemitismus zu unterstützen. Die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus KIgA ist ein herausragendes Beispiel für diese Arbeit. Mit der Aushändigung der Zertifikate an junge Musliminnen und Muslime für ihre Beteiligung am Qualifizierungsprogramm AKRAN im Berliner Rathaus wollen wir diesen Jugendlichen unsere Anerkennung für ihr Engagement schenken, denn sie sind wichtige Vorbilder.”

Dervis Hizarci, Vorstandsvorsitzender KIgA e.V. – Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus: „Es ist wichtig, die positiven Geschichten zu erzählen. Wir erleben in unserer Arbeit täglich die Bereitschaft von jungen Musliminnen und Muslimen, sich gegen Rassismus, Antisemitismus und für eine vorurteilsfreie Gesellschaft einzusetzen. Unsere ‚Akrans‘ sind ein herausragendes Beispiel dafür.“

„Akran“ ist das türkische Wort für „peer“ (Gleichgesinnter). Das so benannte Programm dauerte zwei Jahre, in deren Verlauf die Jugendlichen praktische Einsätze an Schulen, Jugendeinrichtungen und Moscheegemeinden absolviert haben. Ferner wurde Wissen vermittelt über Antisemitismus, antimuslimischen Rassismus, Gender, Jugendkultur und Islamismus. Das neue Programm startet am 18. April und dauert ein Jahr. Daran werden nach aktuellem Stand 18 Jugendliche teilnehmen, darunter auch nicht-muslimische Jugendliche. KIgA wurde 2003 gegründet, hat bundesweit 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und fungiert als auch international tätiger Bildungsträger. Seit März 2018 arbeitet KIgA auch in der zentralen Beratungsstelle Bildung und Beratung für Berliner Schulen in den Themen Antisemitismus, Radikalisierungsprävention und antismuslimischer Rassismus mit dem Senat zusammen. KIgA wurde u.a. 2012 mit dem Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage des Zentralrats der Juden in Deutschland ausgezeichnet. Weitere Informationen finden Sie auf der KIgA-Internetseite http://www.kiga-berlin.org.