Senat beschließt Standorte für modulare Flüchtlingsunterkünfte MUF 2.0

Pressemitteilung vom 27.03.2018

Aus der Sitzung des Senats am 27. März 2018:

Der Senat hat sich in seiner heutigen Sitzung abschließend mit weiteren Standorten für modulare Flüchtlingsunterkünfte befasst. 25 Standorte, verteilt auf das ganze Stadtgebiet, wurden verbindlich festgelegt. Nach einer ersten Befassung im Senat am 13. Februar 2018 hatten die Bezirke Gelegenheit, geeignete Alternativen zu nennen, wo sie dies für erforderlich hielten. Dem trägt die jetzt von Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz-Ahnen, der Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Elke Breitenbach, sowie der Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher, eingebrachte Senatsvorlage Rechnung.

Der heute beschlossenen Standortliste sind Abstimmungen mit den Bezirken über die Suche nach geeigneten Flächen und Standorten vorausgegangen. Nach der Senatsbefassung Mitte Februar haben die meisten Bezirke die Gelegenheit genutzt, weitere Hinweise zu geeigneten Standorten zu geben bzw. Änderungsvorschläge zu machen. Diese wurden berücksichtigt, soweit sie geeignet waren. Jeder Standort soll bis zu 500 Geflüchtete aufnehmen können. Lediglich in Neukölln wird es insgesamt drei Standorte geben, einen mit regulärer Größe und zwei kleinere Standorte für jeweils ca. 250 Menschen.

Damit ist auch die Umsetzung der zweiten MUF-Tranche gewährleistet, wie in der Senatssitzung am 23. Februar 2016 beschlossen. Insgesamt entstehen somit 54 modulare Bauten zur Flüchtlingsunterbringung im Land Berlin. Aktuell sind zwölf MUF fertiggestellt, weitere 17 befinden sich in der Umsetzung.

Senatorin Breitenbach: „Senat und Bezirke haben über die Standortvorschläge beraten, auch kontrovers. Alle Wünsche wurden berücksichtigt, sofern sie geeignet waren. Nun haben wir eine verbindliche Planungsgrundlage und können den neuen, so dringend benötigten Wohnraum errichten. Damit schaffen wir zuerst Wohnungen für Geflüchtete. Wo es möglich ist, werden wir gemeinsam mit den Bezirken Konzepte entwickeln und sofort bezahlbaren Wohnraum für alle anbieten können. Andere der modularen Bauten werden dann später zu günstigen Mieten weiteren Wohnungssuchenden offenstehen.“

Senator Dr. Kollatz-Ahnen: „Mit der jetzt erzielten Festlegung weiterer Standorte gelingt eine sehr viel gleichmäßigere Verteilung der unterzubringenden Menschen auf das gesamte Stadtgebiet. Bei der Identifizierung und Abstimmung geeigneter Standorte haben sich gerade auch die Bezirke nach der ersten Senatsbefassung für die Prüfung weiterer, aus ihrer Sicht besser geeigneter Lösungen eingesetzt. Ich setze darauf, dass die ersten Baumaßnahmen umgehend begonnen werden.“

Senatorin Lompscher: „Die auf den nun abgestimmten Standorten zu errichtenden MUF stellen eine Weiterentwicklung des bisher gebauten Typenentwurfs dar. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und die Städtischen Wohnungsbaugesellschaften bauen damit Wohngebäude von hoher gestalterischer Qualität in einer schnellen Bauweise zu angemessenen Kosten, die später auch den Berlinerinnen und Berlinern zur Verfügung stehen.“

Die ausgewählten Standorte liegen vorwiegend im Vermögen der Bezirke. Weiterhin handelt es sich um Treuhandvermögen des Liegenschaftsfonds und um Eigentum des Bundes. Außerdem wurden Grundstücke landeseigener Unternehmen und städtischer Wohnungsbaugesellschaften berücksichtigt. Ein Grundstück ist privat und soll erworben werden. Die neuen MUF 2.0 sind für die Wohnraumversorgung von Bedeutung, da diese zunächst für die Unterbringung von Geflüchteten genutzt und später dem regulären Wohnungsmarkt zur Verfügung gestellt werden. Der Senat stärkt damit das Angebot an öffentlichem Wohnraum. Zu den Baumaßnahmen des Landes gehören auch sogenannte Tempohomes (Wohncontainer), von denen 22 fertiggestellt sind. Dieses Unterbringungskonzept wird aber nicht weiterverfolgt, um dauerhafte Wohnungslösungen mit Nachnutzungsperspektive zu erreichen.

MUF-Liste

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