Universitäres Herzzentrum Berlin

Pressemitteilung vom 16.12.2017

Die Pläne zum Aufbau eines Universitären Herzzentrums Berlin werden von der Charité – Universitätsmedizin Berlin und dem Deutschen Herzzentrum Berlin nicht weiterverfolgt. In den vergangenen Monaten konnte in vielen wesentlichen Punkten Konsens erzielt und ein tragfähiges und zukunftsorientiertes Konzept erarbeitet werden, darunter auch wichtige Zusicherungen des Landes zu den Investitionskosten. Doch trotz konstruktiver Verhandlungen unter Moderation der Senatskanzlei fand sich zuletzt keine Einigung in den verbliebenen Fragen der Gesellschafterstruktur. So machten Regelungen zum Einsatz öffentlicher Mittel eine Entscheidungsstruktur notwendig, die etwa im Kontext des Wirtschaftsplans für das Deutsche Herzzentrum Berlin nicht annehmbar war.

Dazu erklärt Steffen Krach, Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung: „Wir bedauern, dass die Verhandlungen trotz wichtiger Fortschritte nicht zum Erfolg geführt haben und werden den nun vorliegenden Stand im Stiftungsrat des Deutschen Herzzentrums natürlich zügig thematisieren. Es ist unser Ziel, die herzmedizinische Expertise in unserer Stadt zu bündeln und die Herzchirurgie nachhaltig zu stärken. Die Zusammenführung der Kompetenzen der Charité und des Deutschen Herzzentrums bot hierfür eine große Chance. Deshalb haben wir das Vorhaben unterstützt und sowohl ich als auch der Regierende Bürgermeister die Verhandlungen der beiden Akteure begleitet. Unser Vorhaben, in Berlin ein leistungsstarkes Zentrum zur Behandlung aller Herz-Kreislaufkrankheiten einschließlich der Herzchirurgie zu errichten, wollen wir nunmehr mit den landeseigenen Unternehmen weiterverfolgen. Das Thema wird natürlich auch eine wichtige Rolle in der Entwicklung unseres neuen Zukunftskonzepts für die Gesundheitsstadt Berlin 2030 spielen, für das der Regierende Bürgermeister zu Beginn des kommenden Jahres eine Expertenkommission einsetzen wird.“