Gebiet an der Hertzallee in Mitte und Charlottenburg-Wilmersdorf ist ein Ort von außergewöhnlicher stadtpolitischer Bedeutung

Pressemitteilung vom 12.12.2017

Aus der Sitzung des Senats am 12. Dezember 2017:

Der Senat hat heute auf Vorlage der Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher, – nach Beteiligung des Rates der Bürgermeister – für einen Standort an der Hertzallee in Mitte und Charlottenburg-Wilmersdorf die Feststellung der außergewöhnlichen stadtpolitischen Bedeutung gemäß § 9 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 AGBauGB beschlossen.

Das westlich des Bahnhofs Zoo liegende Gelände soll zu einem attraktiven City-Quartier mit hohen Wohnanteilen entwickelt werden. Es ist ein Gebiet in zentraler, bezirksübergreifender Lage, das zusammen mit dem Campus Charlottenburg einen Zukunftsort Berlins darstellt.

Senatorin Lompscher: „Das Areal südlich und nördlich der Hertzallee verbindet das Herzstück der City West mit dem Campus Charlottenburg, einem der herausragenden Wissenschaftsstandorte Berlins mit der TU Berlin und der Universität der Künste. Damit erfüllt dieser Bereich eine zentrale städtebauliche Funktion für die gesamte Stadt. Der Senat wird für dieses Areal gemeinsam mit den Anliegern, der Bürgerschaft und den Bezirken ein Entwicklungskonzept aufstellen, das die städtebaulichen, wirtschaftlichen und verkehrlichen Potenziale optimal nutzt. Ziel ist auch hier eine lebendige, lebenswerte und zum Wohnen geeignete Innenstadt. Der Hardenbergplatz als wichtiger Verkehrsknotenpunkt und Entree in die City West ist Teil dieses Konzepts und soll seiner Bedeutung angemessen qualitätsvoll umgestaltet werden.“

Die jetzt schon typische Nutzungsmischung und -vielfalt sollen erhalten und gestärkt werden. Sie zeichnen sich aus durch innerstädtisches Wohnen, Wissenschafts- und Kultureinrichtungen, kleine und große Büros, Entertainmentbetriebe sowie ein Waren- und Konsumangebot internationalen Standards. Diese Nutzungsqualität ist das Fundament der Urbanität der City West. Die bisher wenig genutzten Grundstücke zwischen Hardenbergstraße und Landwehrkanal sind unter Berücksichtigung der Funktionen Zoo, BVG und Technische Universität Berlin zu entwickeln. Dazu sollen die BVG-Endstelle umgebaut, geplante TU-Einrichtungen zügig realisiert und ergänzende Nutzungen durch Privatinvestitionen und die Bundesanstalt für Immobilienfragen (BIMA) entwickelt werden. Durch diese Maßnahmen wird die Funktion des Bereichs um den Bahnhof Zoo und damit der City West deutlich gestärkt. Dabei soll Bauland aus bisher anders genutzten Flächen aktiviert werden. Das soll zukünftig als Gesamtmaßnahme umgesetzt und auf der Ebene des Senats planerisch gesteuert werden.