Änderung des Lehrkräftebildungsgesetzes: Gemeinsamer Master für das Lehramt an Gymnasien und Integrierten Sekundarschulen

Pressemitteilung vom 21.11.2017

Aus der Sitzung des Senats am 21. November 2017:

Der Senat hat heute auf Vorlage der Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Sandra Scheeres, beschlossen, den Gesetzentwurf zur Änderung des Lehrkräftebildungsgesetzes beim Abgeordnetenhaus einzubringen. Neu darin ist, dass das bisher in Teilen getrennt ablaufende Masterstudium für das Lehramt an Integrierten Sekundarschulen und Gymnasien zu einem Masterstudiengang zusammengefasst wird.

Die Anforderungen an die angehenden Lehrkräfte in Fachdidaktik, Fachwissenschaft und Bildungswissenschaften für die beiden Schularten unterscheiden sich nicht; dies hat eindeutig die Praxis gezeigt. Wer für das Lehramt an Integrierten Sekundarschulen und Gymnasien ausgebildet wird, soll sowohl an der Sekundarschule als auch am Gymnasium unterrichten können. Mit der Umstellung auf einen einheitlichen Master soll zudem auf das Wahlverhalten der Studierenden reagiert werden: Die große Mehrheit der Bachelorabsolventinnen und -absolventen entscheidet sich für den Schwerpunkt „Gymnasien“, was mit einem frühen Zugehörigkeitsgefühl einhergeht, das zu Lasten der Sekundarschulen geht. Die neue einheitliche Masterstruktur soll dem entgegenwirken.

Eine weitere Änderung betrifft Religionslehrkräfte an Grundschulen. Der Abschluss „Master of Education“ mit dem Fach Religionslehre oder Humanistische Lebenskunde ermöglicht derzeit nur die Zulassung zum Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Sekundarschulen und Gymnasien. Durch die neue Ausbildung für das Lehramt an Grundschulen (Deutsch, Mathematik und ein drittes Fach) soll gewährleistet werden, dass Lehrkräfte mit dem Fach Religionslehre oder Humanistische Lebenskunde daneben auch über eine fundierte Ausbildung in zwei staatlichen Fächern verfügen.