Müller: „Siemens darf seine soziale Verantwortung nicht ignorieren“

Pressemitteilung vom 17.11.2017

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, zu den von Siemens angekündigten Entlassungen: „Ich erwarte von einem traditionsreichen und starken Unternehmen wie Siemens mehr Vertrauen und ein Bekenntnis zu einer gemeinsamen Zukunft in den ostdeutschen Bundesländern. Investitionen und Forschung können Standorte sichern und zukunftsfähig machen, aber nur mit den Menschen, die an diesen Standorten leben und arbeiten.

Gerade von der forschungsstarken Hauptstadtregion Berlin kann Siemens profitieren. Als Wissenschafts- und Startup-Metropole sind wir Garant für neue Ideen und neue Technologien. Aber auch für Forschung und Fertigung gilt: Sie werden von Menschen getragen, die nicht durch betriebsbedingte Kündigungen und Standortschließungen auseinandergerissen werden dürfen.

Siemens darf seine soziale Verantwortung nicht ignorieren. Wir brauchen von Herrn Kaeser ein Bekenntnis zur gemeinsamen Sache: den Ausbau des Lebens- und Industriestandortes Ost. Wer diese gemeinsame Sache leichtfertig aufs Spiel setzt, gefährdet den sozialen Frieden, nicht nur im Osten unseres Landes, sondern in der gesamten Bundesrepublik.

Daher darf auch Bundeskanzlerin Merkel nicht tatenlos zusehen. Gemeinsam mit den ostdeutschen Ministerpräsidenten werden wir Frau Merkel und Herrn Kaeser in die Pflicht nehmen, die Gefahren eines sozialen Zerwürfnisses und einer dauerhaften Schwächung der ostdeutschen Wirtschaft nicht zu ignorieren. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, die Standorte für Siemens und seine Beschäftigten zu sichern und betriebsbedingte Kündigungen zu verhindern.“