Staatssekretärin Chebli lädt zum ersten Treffen des neu gegründeten Berliner Arbeitskreises gegen Antisemitismus ein

Pressemitteilung vom 07.11.2017

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Die Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales, Sawsan Chebli, hatte für heute zum ersten Treffen des neu gegründeten Berliner Arbeitskreises gegen Antisemitismus in das Berliner Rathaus geladen.

Ziel des Treffens war es, darüber zu diskutieren, welcher Strukturen es für eine kohärente und umfassende Strategie gegen Antisemitismus bedarf und wie bestehende Initiativen so gebündelt werden können, dass der Einsatz gegen Antisemitismus eine Sache vieler Berlinerinnen und Berliner aus allen Bereichen unserer städtischen Gesellschaft wird – und nicht nur derer, die sich unmittelbar den antisemitischen Angriffen ausgesetzt sehen.

Chebli: „Als Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement betrachte ich es als meine Aufgabe, die zivilgesellschaftlichen Kräfte in unserer Stadt zu stärken. Dies gilt auch insbesondere für die vielfältigen Initiativen, die Antisemitismus bekämpfen. Gemeinsam mit Organisationen, Vereinen und Individuen will ich über neue Strategien im Kampf gegen Antisemitismus beraten und neue Partner für diese wichtige Aufgabe gewinnen. Dabei fangen wir in Berlin nicht bei null an. Es gibt vielfältige Initiativen und Aktivitäten, die schon jetzt wichtige Arbeit im Kampf gegen Antisemitismus und andere Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit leisten. Berlin war, ist und soll auch in Zukunft eine Stadt des jüdischen Lebens, der Religionsvielfalt und Toleranz sein. Mit vereinten Kräften können wir dazu einen Beitrag leisten.“

Ein weiteres Treffen des Arbeitskreises gegen Antisemitismus ist für Ende Januar 2018 geplant.

Eingeladene Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten Treffens waren:

  • Dervis Hizarci, Vorstand der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA)
  • Dr. Juliane Wetzel, Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin
  • Dr. Martin Brendebach als Vertreter von Staatssekretär Mark Rackles, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
  • Lorenz Korgel, Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung
  • Dr. Elke Gryglewski, Stellvertretende Direktorin und Leiterin der Bildungsabteilung der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz
  • Dr. Sergey Lagodinsky, Mitglied der Repräsentantenversammlung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin
  • Deidre Berger, Direktorin des American Jewish Committee Berlin (nicht anwesend)