Müller zum Tag der Deutschen Einheit

Pressemitteilung vom 29.09.2017

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, erklärt zum diesjährigen Tag der Deutschen Einheit:

„Die deutsche Einheit gründet sich auf dem Wunsch der Ostdeutschen nach Freiheit und Demokratie. Das vor allem war Antrieb der friedlichen Revolution, die im Ergebnis am 3. Oktober 1990 zur Einheit unseres Landes geführt hat. Mit Blick auf den 3. Oktober 2017 an diese gemeinsame Wertegrundlage zu erinnern, ist angesichts der Tatsache, dass populistische Kräfte jetzt leider auch im Deutschen Bundestag vertreten sind, besonders wichtig. Freiheit und Demokratie müssen verteidigt und immer wieder von neuem errungen werden – in unserer Gegenwart einmal mehr gegen Gegner im Inneren, die sich die Möglichkeiten der freiheitlichen Staats- und Gesellschaftsordnung zunutze machen, um Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit, Nationalismus und Rassismus zu verbreiten. Dem müssen sich alle Demokratinnen und Demokraten engagiert entgegenstellen und Gesicht zeigen gegen diese Kräfte.“

Der Regierende Bürgermeister weiter: „Dies gilt umso mehr in der deutschen Hauptstadt Berlin, die sich als ‚Stadt der Freiheit‘ begreift und in der zugleich die Spuren deutscher Diktatur nach wie vor präsent sind. Unsere gemeinsame Erinnerungskultur ist uns Mahnung, unser freiheitliches Staatswesen gegen populistische Angriffe zu verteidigen. Dies wird einer der besonderen Akzente sein, die das Land Berlin im Rahmen seiner Bundesratspräsidentschaft bei den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit 2018 setzen wird.“

Müller: „Berlin ist in seiner Rolle als Hauptstadt dem ganzen Land verpflichtet. Wir erfüllen viele besondere Aufgaben als deutsche Hauptstadt, in der Regierung, Bundestag und Bundesrat ihren Sitz haben, und Berlin tut das mit Freude. Zugleich ist den Berlinerinnen und Berlinern bewusst, wie sehr wir vom Engagement des Bundes für unsere Stadt profitieren. Das wird am 3. Oktober 2017 auf eindrucksvolle Weise mit der Eröffnung der rekonstruierten Staatsoper Unter den Linden erneut sichtbar. Die Sanierung und Modernisierung dieser Perle des Kulturmetropole Berlin wäre ebenso wie der Bau des Humboldt-Forums ohne Unterstützung des Bundes und damit des ganzen Landes nicht möglich gewesen.“