Beginn von Stadtumbaumaßnahmen im Charlottenburger Norden

Pressemitteilung vom 29.08.2017

Aus der Sitzung des Senats am 29. August 2017:

Auf Vorlage der Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher, hat der Senat die Festlegung des Stadtumbaugebietes Charlottenburger Norden beschlossen. Damit wird die Förderung von Projekten ermöglicht, die zur verbesserten Versorgung mit sozialer und grüner Infrastruktur beitragen. Ziel des Bund-Länder-Programms Stadtumbau ist die Förderung einer stabilen und positiven Entwicklung von Stadtgebieten sowie die Stärkung der öffentlichen Infrastruktur im Dialog mit den Menschen vor Ort.

Senatorin Lompscher: „Für das Wachstum unserer Stadt brauchen wir nicht nur neue Stadtquartiere. Auch innerhalb der bestehenden Stadtteile gibt es erhebliche Bevölkerungszuwächse, die Veränderungen in den Kiezen notwendig machen. Im Charlottenburger Norden stoßen die bestehenden Kapazitäten an Kita- und Schulplätzen sowie an Sportflächen absehbar an ihre Grenzen. Die geplante Umstrukturierung des Bildungsstandortes Halemweg ist eine erste Reaktion darauf. Investitionen in den öffentlichen Raum rund um die Nahversorgungszentren, in öffentliche Grünanlagen und für das Fuß- und Radwegenetz sind aber auch notwendig. Mit den Stadtumbaumaßnahmen soll im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern die Attraktivität des Wohnstandortes verbessert werden, damit der Charlottenburger Norden auch zukünftig den Anforderungen der wachsenden und sich verändernden Stadt entspricht.“

Die in den kommenden Jahren zu realisierenden Projekte wurden im Rahmen der Erarbeitung eines „Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes“ (ISEK) für die Bezirksregion Charlottenburg-Nord zusammengestellt. Hierzu fand eine Abstimmung mit allen fachlich Beteiligten und mit den Bürgerinnen und Bürgern in mehreren Diskussionsveranstaltungen vor Ort statt.

Mit den geplanten Projekten gilt es, dem Leitbild „Wohnen im Grünen zwischen Weltkulturerbe und Zukunftsstadt“ mit dem Ausbau der Infrastruktur, der Stärkung der Zentrumsfunktionen, der Qualifizierung der Freiflächen und prägenden Landschaftsräumen, der Stärkung der Wohnqualitäten und nicht zuletzt der Überwindung von stadträumlichen Barrieren gerecht zu werden.

Für die Bezirksregion Mierendorffinsel liegt eine städtebauliche Untersuchung in Form eines Grobchecks vor, der die Handlungserfordernisse und Entwicklungsperspektiven dieses Raums skizziert. Die Umsetzung von Maßnahmen und Projekten in diesem Teilbereich soll perspektivisch möglich sein, jedoch nachranging erfolgen. Erste Starterprojekte liegen ausschließlich im Teilbereich Charlottenburg-Nord.

Derzeit werden in 17 Gebieten Berlins Mittel des Stadtumbauprogramms eingesetzt. Seit Beginn des Verfahrens im Jahr 2002 wurden (einschließlich Programmjahr 2016) rund 500 Mio. € Fördermittel zur Verfügung gestellt.

Mehr Informationen zum ISEK-Prozess, dessen Beteiligungsverfahren und alle Dokumente zum Download finden sich unter:
http://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/verwaltung/sozialraum-orientierte-planungs-koordination/artikel.536763.php

Weitere Informationen zum Gebiet Charlottenburger Norden können eingesehen werden unter:
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/staedtebau/foerderprogramme/stadtumbau/Charlottenburger-Norden.7847.0.html