Senat fokussiert seine internationale Wirtschaftspolitik

Pressemitteilung vom 01.08.2017

Aus der Sitzung des Senats am 1. August 2017:

Der Senat geht einen wichtigen Schritt in der Förderung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Berliner Wirtschaft. Auf Vorlage der Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Ramona Pop, hat er heute das Konzept Internationale Wirtschaftskooperation Berlin beschlossen. Gleichzeitig wurde die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe beauftragt, die Umsetzung des Konzeptes zu koordinieren.

Ziel der Neuausrichtung ist ein ganzheitliches Verständnis von Internationalisierung, das Gesichtspunkte des Exports mit denen der Unternehmensansiedlung sowie des Standortmarketings kombiniert und sich eng an den Bedarfen der Unternehmen orientiert, aktuelle Entwicklungen aufgreift und Unternehmen bei einem möglichst breiten Spektrum grenzübergreifender ökonomischer Aktivitäten unterstützt. Das Konzept Internationale Wirtschaftskooperation Berlin setzt einen Schwerpunkt auf die Internationalisierungsbedürfnisse von kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs). Daneben wird eine Verbesserung der Erfolgsmessung durch entsprechende Indikatoren angestrebt. Die Effektivität der Marktbearbeitung sowie des Einsatzes der Landesmittel soll durch eine gezielte und nachhaltige Bearbeitung ausgewählter Ziel- und Potenzialmärkte verbessert werden.

Die Akteure der Internationalen Wirtschaftskooperation – insbesondere Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Senatskanzlei, IHK Berlin und Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie – konzentrieren sich auf die Bearbeitung von 14 Zielländern (USA, China, Frankreich, Vereinigtes Königreich, Schweiz, Polen, Österreich, Schweden, Russland, Indien, Niederlande, Japan, Türkei, Italien). Diese stehen im besonderen gesamtwirtschaftlichen Interesse des Landes Berlin und werden alle zwei Jahre einer systematischen Überprüfung unterzogen werden. Innerhalb dieser Zielmarktliste stehen vier Länder – aktuell die USA, China, das Vereinigte Königreich sowie Polen – im Fokus, da sie sowohl wichtige Absatzmärkte für Berliner Produkte als auch enorme Potenziale im Hinblick auf Kooperationen und Direktinvestitionen in beide Richtungen bieten.

Das Konzept orientiert sich an den innovativen Stärken des Standorts Berlin, da diese einen wesentlichen Treiber der internationalen Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen darstellen. Insbesondere Kooperationen mit Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen leisten einen wesentlichen Beitrag zum Innovationsgeschehen und bilden das Rückgrat für technologieorientierte Kooperationen weltweit.

Die im Herbst 2010 vom Berliner Senat beschlossene Rahmenstrategie für die Außenwirtschaft in Berlin wurde 2016 einer grundlegenden Überprüfung unterzogen und an die veränderten Rahmenbedingungen der Berliner Wirtschaft angepasst. Das neue Konzept Internationale Wirtschaftskooperation Berlin stützt sich auf eine detaillierte Analyse der Außenwirtschaftsdaten Berlins, auf eine umfangreiche IHK-Unternehmensbefragung sowie auf einen intensiven Interview- und Beteiligungsprozess der relevanten Stakeholder, die ihre Vorstellungen in verschiedenen Workshops einbringen konnten. Auf daraus resultierenden Handlungsempfehlungen basiert das nun vorgelegte Konzept.