Flexiblerer Umgang mit Stellenobergrenzen

Pressemitteilung vom 01.08.2017

Aus der Sitzung des Senats am 1. August 2017:

Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung auf Vorlage von Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz-Ahnen eine Änderung der Obergrenzenverordnung (OGVO) zum flexibleren Umgang mit den Stellenobergrenzen zur Kenntnis genommen. Diese sieht vor, dass die Obergrenzen für nachgeordnete Behörden und Bezirke künftig ausgesetzt werden, sofern die Stellenbewertungen vollständig nach dem KGSt®-Modell erfolgen. Die Bewertung nach dem KGSt®-Modell führt zu einer sach- und bedarfsgerechten Verteilung der Aufgabengebiete und der damit verbundenen Wertigkeiten. Die Regelung soll zunächst für die Dauer der 18. Legislaturperiode gelten.

Senator Dr. Kollatz-Ahnen: „Das Bewertungsverfahren nach dem KGSt®-Modell ist transparenter, rationaler und damit auch gerechter als die derzeit angewandte vergleichende Bewertung. Stellenbewertungen werden für jeden Einzelnen nachvollziehbarer. Es gilt, in den nächsten Jahren Erfahrungen mit dieser Bewertungsmethode zu sammeln und diese zu evaluieren.“

Die Bewertung nach dem KGSt®-Modell erfolgt in zwei Schritten. Zunächst werden die mit der jeweiligen Stelle verbundenen Anforderungen erfasst und bewertet. Diese Teilbewertungen fließen unter Einbeziehung unterschiedlicher Gewichtungen der erfassten Anforderungen in die Gesamtbewertung ein. Hierbei werden Kriterien wie die erforderliche Vor- und Ausbildung, der Grad der Verantwortung oder verschiedene Schwierigkeitsgrade berücksichtigt.

Für bestimmte Einsatzkräfte, beispielsweise die der Polizei, können aufgrund bestehender Verwaltungsstrukturen gesonderte Bewertungsverfahren zum Tragen kommen. Für den Ausnahmefall, dass Stellenbewertungen nach dem KGSt®-Modell nicht möglich sind, sollen die Obergrenzen außerdem zum Teil der Höhe nach angepasst werden.

Die Vorlage wird nun dem Rat der Bürgermeister zur Stellungnahme zugeleitet.