Senat will Berliner Planetarien und Sternwarten in Stiftung zusammenführen

Pressemitteilung vom 10.05.2016

Aus der Sitzung des Senats am 10. Mai 2016:

Nach einem rund vierjährigen Prozess hat der Senat heute – auf gemeinsamer Vorlage der Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sandra Scheeres, und des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller – beschlossen, den Entwurf des „Gesetzes zur Zusammenführung der Berliner Planetarien und Sternwarten“ beim Abgeordnetenhaus einzubringen.

Der Gesetzentwurf sieht die Zusammenführung von Archenhold-Sternwarte, Zeiss-Großplanetarium, Wilhelm-Foerster-Sternwarte und Planetarium am Insulaner unter dem Dach einer rechtsfähigen Stiftung des öffentlichen Rechts vor. Die neue Stiftung soll den Namen „Stiftung Berliner Planetarien und Sternwarten“ tragen und zum 1. Juli 2016 errichtet werden.

Das Land Berlin verfügt mit der Wilhelm-Foerster-Sternwarte mit dem Planetarium am Insulaner sowie der Archenhold-Sternwarte mit dem Zeiss-Großplanetarium über zwei öffentlich geförderte Planetarien und Sternwarten. Die Einrichtungen sind derzeit, nicht zuletzt aufgrund der historischen Entwicklung, unterschiedlich organisiert. Die Wilhelm-Foerster-Sternwarte mit Planetarium wird von einem Verein getragen, der hierfür eine jährliche Zuwendung von der für Schulwesen zuständigen Senatsverwaltung erhält. Die Archenhold-Sternwarte mit dem Zeiss-Großplanetarium ist Teil der Stiftung Deutsches Technikmuseum (Stiftung des öffentlichen Rechts) und unterliegt der Staatsaufsicht des für kulturelle Angelegenheiten zuständigen Mitglieds des Senats.

Die bestehende Struktur behindert die Bündelung der vorhandenen personellen, finanziellen und technischen Ressourcen. Durch die geplante Zusammenführung in einer Einrichtung werden Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Astronomie gebündelt dargestellt und erfahrbar. Nach über 25 Jahren wird mit dem Gesetz eine berlinweit und abgestimmt agierende Institution der Astronomie mit Wahrnehmung und Präsenz in der Berliner Bildungslandschaft geschaffen.