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Müller und Henkel zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit – Berliner Bürgerdelgation zu Einheitsfeiern in Frankfurt

Pressemitteilung vom 01.10.2015

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, und der Bürgermeister von Berlin und Senator für Inneres und Sport, Frank Henkel, haben den 25. Jahrestag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2015 gewürdigt und dessen Bedeutung für Berlin hervorgehoben.

Müller: „Unsere Stadt hat im Rückblick auf 25 Jahre Einheit allen Grund zur Freude. Der Fall der Berliner Mauer und die Vereinigung Berlins sind die wesentlichen Voraussetzungen für die positive Entwicklung, die unser Berlin in diesem Vierteljahrhundert genommen hat. Die Stadt ist zusammengewachsen, Berlin ist eine Wachstumslokomotive geworden, unsere Metropole wächst, Menschen aus aller Welt kommen zu uns. Berlin ist überzeugend in seine Rolle als offene und tolerante Hauptstadt des vereinten Deutschlands hineingewachsen. Wir sind trotz aller immer noch vor uns liegenden Aufgaben eine leistungsstarke und optimistisch in eine gute Zukunft blickende Stadt. Die Berlinerinnen und Berliner sind dankbar, dass sie diese positive Bilanz der jüngsten Geschichte ziehen können und dass das alles möglich geworden ist ohne Gewalt und ohne Blutvergießen. In jüngster Zeit steht auch Berlin vor der Aufgabe, vielen Menschen, die vor Krieg und Verfolgung flüchten, Obdach, Sicherheit und Existenz zu geben. Bei allen Schwierigkeiten, die wir dabei auch in Berlin bewältigen müssen, sind wir bereit, anderen etwas von dem zu geben, was Berlin an Glück und Solidarität erfahren hat.“

Henkel: „Der Traum von einem geeinten Deutschland mit Berlin als Hauptstadt ist vor 25 Jahren wahr geworden. Politiker wie Helmut Kohl und Wolfgang Schäuble haben das Ziel der Einheit in den Jahren der Teilung nicht aus den Augen verloren und haben diese historische Chance nach der friedlichen Revolution zum Wohle aller Deutschen ergriffen. Mit Berlin hat unser Land eine weltoffene und liberale Hauptstadt, die es nach außen auf attraktive und überzeugende Weise repräsentiert, dem Föderalismus Rechnung trägt und sich einer besonderen Verantwortung für die wechselvolle Geschichte unserer Nation bewusst ist. Ich bin überzeugt, dass sich auch die allermeisten Menschen in unserem Land mit ihrer Hauptstadt identifizieren können. Das spüren wir Berliner auch immer wieder auf den traditionellen Ländermeilen zum Tag der Deutschen Einheit. Dennoch wird es nötig sein, die Rolle Berlins als moderne deutsche Hauptstadt im Hinblick auf die Aufgaben der gesamtstaatlichen Repräsentation zu konkretisieren. 25 Jahre nach der Deutschen Einheit ist es an der Zeit, dafür das im Grundgesetz genannte Hauptstadtgesetz auch auf den Weg zu bringen.“

Der Präsident des Deutschen Bundestags, Norbert Lammert, hat den Regierenden Bürgermeister und den Innensenator für den Abend des 3. Oktober zur am Reichstagsgebäude stattfindenden Openair-Festveranstaltung zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit eingeladen. Im Vorfeld des Festtags hält sich Müller zu einem offiziellen Besuch in der tschechischen Hauptstadt auf und verbindet dort die Feiern zum 20. Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Prag mit der Erinnerung an die Ereignisse vor 26 Jahren in der Deutschen Botschaft in Prag, die eine wichtige Etappe auf dem Weg zur Einheit gewesen sind. Müller nimmt bereits am 1. Oktober in der Prager Botschaft am dortigen Festakt zum Tag der Deutschen Einheit teil. Am Nachmittag des 2. Oktober diskutiert Michael Müller mit Außenminister a.D., Karel Fürst Schwarzenberg, im Prager Goethe-Institut das Thema „Berlin und Prag: 25 Jahre nach der Wiedervereinigung“.

Bürgermeister Frank Henkel vertritt Berlin bei den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit, die 2015 das Land Hessen in Frankfurt am Main ausrichtet. Mit dabei ist auch eine Gruppe von 15 Berlinerinnen und Berlinern, die als Bürgerdelegation an den zentralen Feierlichkeiten teilnehmen. Henkel trägt sich am Morgen des 3. Oktober in der Paulskirche in das Goldene Buch der Stadt ein, nimmt gemeinsam mit der Delegation sowohl im Kaiserdom am Ökumenischen Gottesdienst also auch am Mittag am Festakt in der Alten Oper teil. Höhepunkt ist die Begegnung mit Bundespräsident Joachim Gauck.

In diesem Jahr vertritt eine vergleichsweise junge Delegation die Hauptstadt: Die Teilnehmer sind 26 Jahre alt oder jünger und haben daher keinerlei eigene Erinnerungen an die Zeit von Teilung, Mauerfall und Wiedervereinigung. Sie kennen ausschließlich das Leben im geeinten Deutschland. Henkel: „Nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit wachsen Generationen heran, die die deutsche und europäische Teilung nur noch aus den Erzählungen der Eltern und dem Geschichtsunterricht kennen. Auch das ist ein Grund zu großer Freude und Dankbarkeit.“

Auch 2015 setzt sich die Delegation aus Ehrenamtlichen zusammen. So sind u.a. Mitglieder der DLRG, der Freiwilligen Feuerwehr und der Malteser in Frankfurt mit dabei. Mitreisen werden auch Bürger, die sich im Tierschutz engagieren. Zur Delegation gehören ferner Vertreter des Projekts KIMBA, dabei handelt es sich um ein Kinderkochkursangebot der Berliner Tafel. In den Kursen werden Kindern in Schulklassen die Grundlagen einer gesunden Ernährung und der Umgang mit Lebensmitteln vermittelt. Spannend sind die Kurse auch, weil sie an spektakulären Orten stattfinden. So treffen sie sich in einem Doppeldeckerbus oder in einem umgebauten Eisenbahnwagen. Das Land Berlin beteiligt sich außerdem am 2. und 3. Oktober gemeinsam mit allen Bundesländern am Bürgerfest und an der Ländermeile rund um den Mainkanal.