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Regierender Bürgermeister und Hauptpersonalrat danken Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Berliner Verwaltung für ihren Einsatz für Flüchtlinge

Pressemitteilung vom 16.09.2015

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, und der Vorsitzende des Hauptpersonalrates der Berliner Landesbehörden, Klaus Schroeder, haben heute im Roten Rathaus nachfolgende Gemeinsame Erklärung zum Dank für den Einsatz und das Engagement der Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes für Flüchtlinge in unserer Stadt unterzeichnet:

„Berlin hat in seiner Geschichte viel Solidarität der Völkergemeinschaft erfahren. Ohne diese Solidarität wären Wiederaufbau nach dem Krieg, Blockade, Teilung und Wiedervereinigung nicht zu bewältigen gewesen. Für Berlin ist es eine Selbstverständlichkeit, etwas zurückzugeben und Menschen in Not zu helfen.

Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Intoleranz und Kleingeistigkeit haben in Berlin keinen Platz. Berlin heißt willkommen.

Millionen von Menschen sind zurzeit auf der Flucht vor Krieg, Vertreibung und Hunger. Und viele dieser Menschen kommen in unsere Stadt und erfahren hier erstmals wieder Ruhe und Frieden. Wir sind gerade aus den Erfahrungen unserer eigenen Geschichte stolz auf unser Asylrecht und wollen den Flüchtlingen in Berlin eine neue Heimat geben und sie in unsere Gesellschaft integrieren. Denn viele werden lange hier leben, bevor sie sich entscheiden können, in ihre Heimat zurückzukehren oder vielleicht in ihrer neuen Heimat Berlin zu bleiben.

Krisen und Kriege lassen sich nicht vorhersehen und deswegen erleben wir in Europa, Deutschland und Berlin in diesem Jahr eine stetig ansteigende Zahl an Flüchtlingen.

Das stellt viele Landesbeschäftigte, besonders die Kolleginnen und Kollegen des LAGeSo, aber auch vieler anderer Behörden vor große Herausforderungen. Diese werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit großem Pflichtbewusstsein und einer starken humanitären Haltung angegangen.

Weit über 350 Kolleginnen und Kollegen aus den Haupt- und Bezirksverwaltungen sind dem Aufruf gefolgt und haben sich freiwillig gemeldet, die Arbeit im LAGeSo jetzt zu unterstützen. Das, obwohl die Personaldecke in den Berliner Verwaltungen aufgrund der Konsolidierungspolitik der letzten Jahre dünn ist und damit eine hohe Arbeitsbelastung seit Jahren einhergeht. Und deshalb wollen wir auch das nicht vergessen: Die freiwillig das LAGeSo Unterstützenden erfahren die Solidarität ihrer Kolleginnen und Kollegen, die deren Arbeit mit bewältigen werden.

Wir wissen, Krieg, Vertreibung und Krisen enden nicht von heute auf morgen. Wir werden noch längere Zeit die vielen Aufgaben rund um die Erstaufnahme, Unterbringung und vor allem Integration in unsere Gesellschaft bewältigen. Der Senat wird dazu die bestmöglichen Rahmenbedingungen schaffen, ideell und materiell.

Es ist gut zu wissen, dass die öffentlich Beschäftigten in Berlin weiter solidarisch daran mitwirken. Und es ist gut zu wissen, wie großartig sie dabei überall in der Stadt von den Berlinerinnen und Berlinern unterstützt werden, um den Flüchtlingen Hand in Hand zu helfen.

Für diesen großen Einsatz danken wir allen herzlich.“