Müller: „Berlin stärkt die Rahmenbedingungen für Gründer auf dem Campus Charlottenburg an der Schnittstelle zu Wissenschaft und Forschung“

Pressemitteilung vom 15.07.2015

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, informierte sich am Mittwoch, 15. Juli 2015, über die Förderung von Start-ups auf dem Campus Charlottenburg. Begleitet wurde Müller vom Präsidenten der Technischen Universität (TU) Berlin, Prof. Dr. Christian Thomsen, sowie an der ersten Station von Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres.

Müller: „Berlin erlebt eine neue Gründerzeit. Ich bin sehr stolz auf die vielen kreativen und mutigen Ideen sowie die motivierten und motivierenden Gründerinnen und Gründer. Als Berliner Senat werden wir alles dafür tun, Berlin nachhaltig als führende Start-up-Metropole zu etablieren und den Start-ups vor Ort optimale Rahmenbedingungen zu bieten. Dies gilt insbesondere für die Schnittstelle zu Wissenschaft und Forschung. Die Einrichtung eines Coworking Spaces an der TU Berlin und die Eröffnung des Charlottenburger Innovation Center (CHIC) leisten dazu einen wichtigen Beitrag.“

An der ersten Station, am Ernst-Reuter-Platz Nr. 1, entsteht ein neuartiger Coworking Space für Gründerinnen und Gründer sowie für Studierende, das vom Center für Entrepreneurship (CfE) der Technischen Universität Berlin im Gebäude Bergbau und Hüttenwesen aufgebaut wird.

„Die TU Berlin als ‚Exist – Gründerhochschule‘ will Innovationen in die Gesellschaft bringen. Wir öffnen uns an einem prominenten Platz zur Stadt hin, präsentieren hier Hightech-Innovationen und beleben mit unserer Gründerkultur und innovativen Atmosphäre die bisher vernachlässigte Ecke zwischen Hardenbergstraße und Ernst-Reuter-Platz. Somit wird auch der ‚Campus Charlottenburg‘ noch stärker präsent“, betonte TU-Präsident Prof. Dr. Christian Thomsen.

Ermöglicht wird der Ausbau zum einen durch das Land Berlin, das hier 2,7 Millionen Euro aus den sogenannten Bafög-Mitteln bereitstellt. Dies sind freigewordene Mittel aus der BAföG-Übernahme durch den Bund.

Scheeres: „An der TU Berlin können wir die freiwerdenden Bafög-Mittel nutzen, um Start-ups noch besser zu unterstützen. Insgesamt sind die Berliner Hochschulen der Impulsgeber für die Gründerhauptstadt Berlin. Aus ihren Reihen werden zahlreiche Start-ups gegründet und ihre Absolventen werden in den Unternehmen gebraucht. Deshalb intensivieren wir in die Gründungsförderung weiter. So werden wir zum Beispiel im neuen Doppelhaushalt erstmals speziell für diese Aufgabe Mittel bereitstellen.“

Zum anderen unterstützen private Geldgeber das Projekt. So konnte die TU Berlin durch Fundraising rund 230.000 Euro für den Ausbau einwerben. Unter anderem spendete die Berliner Volksbank 50.000 Euro.

„Für ein erfolgreiches Start-up braucht man eine clevere Idee, gut ausgebildete Leute, Freiraum für kreativen Spirit und ein starkes Netzwerk. Das Konzept für einen Coworking Space am Ernst-Reuter-Platz Nr. 1 hat uns überzeugt, da hier diese vier Erfolgsfaktoren zusammengeführt werden“, so Carsten Jung, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Berliner Volksbank eG.

Ausgründungen aus der TU Berlin sind Wirtschaftsmotoren für die Stadt. Eine Studie des Lehrstuhls für Entrepreneurship und Innovation Management an der TU Berlin zeigt, dass alle TU-Gründungen, die 2013 ihren Sitz in Berlin hatten, 20.000 Beschäftigte zählten und Umsätze von über 2,7 Milliarden Euro erzielt haben. Pro Jahr gründen sich rund 20 Hightech-Start-ups aus der TU Berlin aus. Auch der Bedarf an Gründungsberatungen ist in den letzten Jahren stark angestiegen.

Die zweite Station auf dem Campus war das Charlottenburger Gründungs- und Innovationszentrum CHIC, das in Kürze eröffnet wird. Es ist Teil des Campus Charlottenburg und richtet sich mit seinen Angeboten vor allem an Unternehmensgründerinnen und Unternehmensgründer sowie junge innovative bzw. kreative forschungsorientierte Unternehmen. Das CHIC ist eines der größten und modernsten Gründerzentren Berlins. In dem Gebäudekomplex an der Bismarckstraße 10-12 (ehem. „Gerling-Haus“) haben sich bereits heute 50 Startups niedergelassen. Rund 80 % der 5.500 m² Mietfläche sind belegt. Betreiber des CHIC ist die Innovations-Zentrum Berlin Management GmbH (IZBM), ein Tochterunternehmen der WISTA-MANAGEMENT GMBH. Insgesamt sind dort rund 15 Mio. Euro investiert worden. Die Mittel stammen größtenteils aus der „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur” (GRW).

Nach den Worten von IZBM-Geschäftsführer Roland Sillmann „werden in TU Berlin und UdK Berlin jedes Jahr viele Ideen für Unternehmensgründungen geboren. Diese Start-ups können später dem Areal rund um den Ernst-Reuter-Platz wichtige wirtschaftliche Impulse geben. Dafür brauchen sie das richtige Umfeld zum Wachsen. Das können wir ihnen bieten.“

Die Mehrzahl der Start-ups im CHIC sind technologieorientiert und hauptsächlich im Geschäft mit Kunden aus der Industrie tätig.

Berlin hat sich zu einer der führenden Start-up-Metropolen weltweit entwickelt. Um die Rahmenbedingungen für Gründer insbesondere an der Schnittstelle zu Wissenschaft und Forschung weiter zu stärken, baut Berlin seine Ausgründungsaktivitäten an den Hochschulen und seine hochschulnahen Strukturen für Start-ups weiter aus. Der Campus Charlottenburg mit UdK und Technischer Universität im Zentrum steht als einer der zehn Berliner Zukunftsorte exemplarisch dafür.

Video zum RBm-Interview für die Berliner Zeitung