Schulentwicklungsplan spiegelt die wachsende Stadt

Pressemitteilung vom 30.06.2015

Aus der Sitzung des Senats am 30. Juni 2015:

Der Senat hat heute den von der Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sandra Scheeres, vorgelegten Schulentwicklungsplan 2014-2018 zur Kenntnis genommen. Dieser schreibt den Schulentwicklungsplan 2006 – 2011 und den Teilplan Schulnetz – Schulen der Sekundarstufe I von 2010 fort. Er weist den gegenwärtigen sowie zukünftigen Schulbedarf aus und bildet die zentrale mittelfristige Fachplanung zur Schulentwicklung. Es werden Leitvorstellungen und Schwerpunkte zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität des Berliner Schulwesens beschrieben. Die Vorlage wird vor Beschlussfassung durch den Senat dem Rat der Bürgermeister zur Stellungnahme zugeleitet.

Der Schulentwicklungsplan gliedert sich in zwei Abschnitte: Der erste Abschnitt widmet sich der Entwicklung der Berliner Schule unter inhaltlichen und pädagogischen Gesichtspunkten. Im zweiten Teil werden die unter dem Vorzeichen einer „wachsenden Stadt“ zu erwartenden quantitativen Entwicklungen – unterschieden nach Schularten und Bezirken – sowie die Planungen der Schulträger dargestellt.

Der Schulentwicklungsplan 2014 – 2018 trifft entsprechend der Bevölkerungsprognose für Berlin Aussagen zur Schülerzahlenentwicklung bis zum Schuljahr 2022/23 und damit vier Jahre über den Geltungszeitraum des Planes hinaus. Während die Gesamteinwohnerzahl Berlins bis 2030 um mindestens sieben Prozent steigen wird, erhöht sich die Anzahl der Kinder und Jugendlichen in der Altersgruppe der Sechs- bis unter 18-Jährigen (sog. Schulbevölkerung) um etwa 20 Prozent. Nach der Modellrechnung zur Entwicklung der Schülerzahlen werden im Jahr 2022/23 rd. 468.000 Schülerinnen und Schüler in den Berliner Schulen zu unterrichten sein, das sind rd. 12,2 Prozent mehr als im Schuljahr 2014/2015 (rd. 417.000 – sowohl an allgemein bildenden als auch an beruflichen Schulen). Die Entwicklungen verlaufen regional z.T. sehr unterschiedlich, wobei die höchsten Steigerungsraten die Bezirke Pankow, Lichtenberg und Treptow-Köpenick, aber auch einzelne Bezirksteile, wie z.B. Friedrichshain aufweisen.

Die in den kommenden Jahren insgesamt erheblich steigenden Schülerzahlen führen zu einer entsprechenden Steigerung des Raumbedarfs. Dabei sind Zeitpunkt und Intensität des Anstiegs bei den Schularten und in den Bezirken unterschiedlich. Der kurzfristige Bedarf wird u.a. mit Modularen Ergänzungsbauten sowie mit Mitteln aus dem „Sondervermögen Infrastruktur der wachsenden Stadt“ abgedeckt. Darüber hinaus wird eine Vielzahl von Schulbaumaßnahmen für die Investitionsplanung 2015 – 2019 angemeldet bzw. befindet sich bereits in der Realisierungsphase. Beispielhaft zu nennen sind hier ein neues Gymnasium in der Pasteurstraße (Pankow), die Reaktivierung und Sanierung eines Standorts in der Wartiner Straße (Lichtenberg) und der Neubau einer Gemeinschaftsschule in Marzahn-Hellersdorf.