„Ausbildungsplatz in Berlin“

Pressemitteilung vom 30.06.2015

Aus der Sitzung des Senats am 30. Juni 2015:

Der Senat hat auf Vorlage der Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat, den jährlichen Bericht „Ausbildungsplatz in Berlin“ zur Kenntnis genommen.

In dem jährlichen Bericht der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen an den Berliner Senat über die Ausbildungsplatzsituation in Berlin wird u. a. darauf hingewiesen, dass die Anzahl der Betriebe in Berlin zwar jedes Jahr steigt, gleichzeitig aber die Anzahl der ausbildenden Betriebe kontinuierlich zurückgeht. Die Ausbildungsquote lag in Berlin im Jahr 2013 bei 3,9 % und damit unter dem bundesdeutschen Schnitt von 5,5 %.

Ein zentrales Berufs- und Arbeitsmarktpolitisches Ziel ist es daher, in Zukunft allen ausbildungsinteressierten Jugendlichen eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu ermöglichen und dafür zu sorgen, dass sie diese auch erfolgreich abschließen können.

Vor diesem Hintergrund wurde bei der Sonderkommission „Ausbildungsplatzsituation und Fachkräfteentwicklung” beim Regierenden Bürgermeister am 6. Mai diesen Jahres die Berliner Vereinbarung 2015-2020 beschlossen, um mehr Ausbildungsplätze in Berlin zu sichern. Die Wirtschafts- und Sozialpartner verständigten sich darauf, ab 2015 schrittweise mindestens 1000 Ausbildungsplätze mehr als im Vorjahr anzubieten. Bezugsgröße ist dabei die jeweilige Zahl der bei der Agentur für Arbeit gemeldeten Ausbildungsplätze.

Die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen schafft auf vielfältige Weise einen Ausgleich für die Situation auf dem Berliner Ausbildungsstellenmarkt: Einerseits wird mit Landesprogrammen wie dem Berliner Ausbildungsplatzprogramm, den Verwaltungsvorschriften über die Gewährung von Zuschüssen zur Förderung der Berufsausbildung in Berlin oder der Unterstützung einer Verbundbüros dem Problem des unzureichenden Ausbildungsplatzangebots begegnet. Gleichzeitig wird auf vielfältige Weise die Berufsorientierung und -vorbereitung der Jugendlichen gestärkt, um ihnen die besten Startmöglichkeiten ins Arbeitsleben zu geben. Programme wie „Ausbildung in Sicht“, „Berliner Programm Vertiefte Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler“, „Komm auf Tour“ oder das „Berliner Netzwerk für Ausbildung“ sollen die Jugendlichen in dieser sensiblen Phase begleiten und unterstützen.

Angesichts des Fachkräftebedarfes in einigen Berufsbereichen des Berliner Arbeitsmarktes ist vor allem das Engagement der Berliner Wirtschaft im Bereich Berufsausbildung gefragt. Die Ausbildungsleistung der Betriebe muss sich an der strukturellen Entwicklung der Berliner Wirtschaft ausrichten. – - -