Zweiter Bericht zur Umsetzung des Partizipations- und Integrationsgesetzes

Pressemitteilung vom 23.06.2015

Aus der Sitzung des Senats am 23. Juni 2015:

Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung auf Vorlage der Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat den zweiten Bericht zur Umsetzung des Partizipations- und Integrationsgesetzes verabschiedet.

Den Schwerpunkt des aktuellen Berichts bilden Reformen zur interkulturellen Öffnung der Verwaltungen. Miteinbezogen werden die Bezirke und nachgeordneten Behörden. Hier konnte Berlin in allen Bereichen die Aktivitäten in den Verwaltungen intensivieren. Positiv sind insbesondere die Ansätze in der Personalentwicklung, die Fortbildungsangebote und die Rekrutierung von Beschäftigten aus Einwanderer-Communities.

Als Modellverwaltung konnte die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen verwaltungsübergreifende Standards entwickeln, die sowohl gleichberechtigte Teilhabe als auch interkulturelle Öffnung betreffen.

So wurde unter anderem:
• ein Konzept für interkulturelle Führung erarbeitet,
• die interkulturelle Öffnung der Berliner Jobcenter eingeleitet,
• eine Öffentlichkeitskampagne zur Förderung der interkulturellen Personalentwicklung („Mach Berlin zu deinem Job“) aufgelegt,
• das Programm „Berlin braucht dich!“ weiterentwickelt,
• anhand eines Gutachtens untersucht, inwiefern die Unterstützungsangebote der Altenhilfe einer interkulturellen Öffnung bedürfen.

Die Standards in der interkulturellen Organisationsentwicklung sind inzwischen Maßstab in Kernfeldern der Verwaltungen, zum Beispiel in der Arbeitsmarktpolitik, im Führungsverhalten von Vorgesetzten und in der Kooperation mit dem Personalrat. Auf allen Ebenen der Personalentwicklung wurden im Berichtszeitraum Maßnahmen umgesetzt. Dies betrifft Weiterbildungen, Veränderungen der Anforderungsprofile, Stellenausschreibungen oder Beurteilungen.

Die Entwicklungen in den Unternehmen mit Landesbeteiligung werden im Bericht zusammenfassend dargelegt.

Berlin hatte im Dezember 2010 als erstes Land das Partizipations- und Integrationsgesetz verabschiedet, um die Teilhabe von Migrantinnen und Migranten zu stärken und die Institutionen der Integrationspolitik auf eine rechtliche Grundlage zu stellen.

Gemäß Partizipations- und Integrationsgesetz ist der Senat verpflichtet, im 2-Jahres-Rhythmus über die Umsetzung des Gesetzes zu berichten.