Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIG): Senat legt Fortschrittsbericht vor

Pressemitteilung vom 23.06.2015

Aus der Sitzung des Senats am 23. Juni 2015:

Die Entwicklung des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung (BIG) geht mit großen Schritten voran. Das geht aus einem Bericht an das Berliner Abgeordnetenhaus hervor, den der Senat auf Vorlage der Senatorin für Bildung, Jungend und Wissenschaft, Sandra Scheeres, beschlossen hat. So starteten bereits im Frühjahr des vergangenen Jahres die Forschungsaktivitäten. Konkret wurde nach Freigabe des Forschungs- und Budgetplans durch den Aufsichtsrat im März 2014 mit der Förderung großer Verbundprojekte und Maßnahmen zur Nachwuchsförderung begonnen. „Es war uns wichtig, dass wir schnell wissenschaftliche Projekte auf den Weg bringen“, so Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres.

Für das Jahr 2014 standen dem BIG Mittel in Höhe von insgesamt rund 37 Millionen Euro zur Verfügung. Der größte Teil der Mittel wurde in den Aufbau einer modernen Infrastruktur und in Technologieplattformen, einschließlich bildgebender Verfahren, investiert (rund 24,6 Millionen Euro). Ein relevanter Teil der Plattformen konnte bereits im Laufe des Jahres zum Einsatz kommen und die Forschungsprojekte unterstützen. Weitere finanzielle Schwerpunkte lagen auf Baumaßnahmen (rund 4,4 Mio. Euro), der Systemmedizin (3,7 Mio. Euro) sowie der Translation (3,3 Mio. Euro).

Scheeres: „Auch der Aufbau der Klinischen Forschungseinheiten, in denen Kliniker und Forschende gemeinsam unter einem Dach arbeiten, ist an allen Standorten weiter vorangekommen“.

Es wurden hochkarätige Berufungen z.B. im Bereich der Kardiologie durchgeführt. Auch erste Förderungen für die Ausbildung des Nachwuchses wurden 2014 ausgeschrieben, allen voran zwei Clinical Scientist Programme.

Große Herausforderungen stehen aber auch im administrativen Bereich an: Mit Inkrafttreten des BIG-Gesetzes am 23. April 2015 ist das BIG nun eine rechtlich eigenständige Wissenschaftseinrichtung. 2015 stehen damit verschiedene Personalia, aber auch die Besetzung der Gremien, u.a. des Aufsichtsrats, an.

Mit dem BIG werden die Forschungsbereiche der Charité und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) dauerhaft in einem Kooperationsmodell verknüpft. Scheeres: „Leitidee ist die translationale Systemmedizin, also der wechselseitige Austausch zwischen biomedizinischer Grundlagenforschung, klinischer Forschung und patientenbezogener Anwendung. Forschungsergebnisse sollen schneller den Patienten zu Gute kommen, der Gesundheitsstandort Berlin wird weiter gestärkt und erhält international noch größere Strahlkraft.“ Die Finanzierung des BIG erfolgt durch den Bund und das Land Berlin.