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Müller gedenkt der Kapitulation Berlins am 2. Mai 1945

Pressemitteilung vom 29.04.2015

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, legt am 2. Mai 2015 um 9.30 Uhr an der Gedenktafel für die Kapitulation Berlins einen Kranz nieder (Wort-Bild-Termin; Schulenburgring 2, 12101 Berlin). Neben Müller halten auch der Botschafter der Russischen Föderation, Wladimir M. Grinin, und der im Hause wohnhafte Lehrer Joachim Dillinger kurze Ansprachen. Dillinger ist Mit-Initiator der Gedenktafel.

Der Regierende Bürgermeister vorab: „Das Haus im Schulenburgring 2 scheint ein ganz normales Haus in einem Berliner Kiez zu sein. Man sieht ihm seine weltgeschichtliche Bedeutung auf den ersten Blick nicht an. Mit der Kranzniederlegung am Ort der Kapitulation Berlins am 2. Mai 1945 im Beisein des Botschafters der Russischen Föderation erinnern wir an die Befreiung Berlins von der nationalsozialistischen Terrorherrschaft vor 70 Jahren. Gerade auch dieser Ort, den der Kommandostab der sowjetischen 8. Gardearmee bezogen hat, erinnert uns daran, dass die Befreiung ganz Deutschlands und seiner Hauptstadt auch der Sowjetunion und ihrer Armee zu verdanken ist.“

Die Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor nunmehr 70 Jahren, so Müller weiter, sei eine Mahnung für Gegenwart und Zukunft: „Unser Berlin ist eine Stadt voller Geschichte und historischer Erinnerung. Es kommt darauf an, die Zeugnisse der Vergangenheit zu entdecken und sie zu entschlüsseln. In vielen Kiezen hat sich Geschichte abgespielt. Das Haus im Schulenburgring ist dafür ein gutes Beispiel.“

Der Regierende Bürgermeister: „Ein Gedenktag wie dieser kann auch in den Familien Anlass sein, sich zu erinnern und die ältere Generation zu fragen: Wie war das damals? Wie und was habt ihr 1945 erlebt? Was war mit den jüdischen Nachbarn? Gerade auch angesichts der aktuellen politischen Situation ist es wichtig, sich gemeinsam zu erinnern. Die heutige ältere Generation war 1945 zu einem großen Teil noch im Kindes- und Jugendalter. Aber was sie zu berichten hat, ist Kriegserleben aus erster Hand und oft aus dem angestammten Kiez. Sich daran zu erinnern, ist aktiver Beitrag zu friedlicher Politik.“

In der Erdgeschosswohnung in der Schulenburgring 2 in Tempelhof befand sich 1945 für wenige Tage der Kommandostab der sowjetischen 8. Gardearmee unter Wassili I. Tschuikow. Hier unterschrieb der letzte militärische Befehlshaber von Hitlers Berlin, Helmuth Weidling, am 2. Mai 1945 die Kapitulation der Stadt. Das Haus ist Michael Müllers Elternhaus. Im Anschluss an die Kranzniederlegung nimmt Müller an der gemeinsamen Gedenkveranstaltung von Abgeordnetenhaus und Senat von Berlin zum 70. Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkriegs im Preußischen Landtag teil.