Wissenschaftspreis für 2014 – Müller: „Preisträgerin und Preisträger sind herausragende Repräsentanten der Innovationsmetropole Berlin“

Pressemitteilung vom 19.01.2015

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, überreicht am Dienstag, 20. Januar 2015, um 18 Uhr im Großen Saal des Roten Rathauses den Berliner Wissenschaftspreis für das Jahr 2014 (Wort-Bild-Termin). Den Nachwuchspreis überreicht im Anschluss die Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sandra Scheeres. Der Berliner Wissenschaftspreis 2014 geht an den Informatiker Prof. Dr. Klaus-Robert Müller. Den Nachwuchspreis 2014 bekommt die 28 Jahre alte Psychologin Prof. Dr. Jule Specht. Die Preisträger wurden bereits im November vergangenen Jahres bekannt gegeben.

Der Regierende Bürgermeister Müller vorab: „Die Wissenschaftsstadt Berlin unterstreicht mit dieser renommierten Auszeichnung den hohen Rang, den wir Wissenschaft und Forschung zumessen. International anerkannte Leistungen und Exzellenz in Lehre und Forschung hängen auch immer ab von Fähigkeiten, Engagement und Arbeit einzelner Persönlichkeiten. Solche Menschen finden in Berlin herausragende Bedingungen vor, und unsere Stadt profitiert nicht zuletzt wirtschaftlich durch die Kooperation von Unternehmen und Universitäten. Die beiden diesjährigen Preisträger sind herausragende Repräsentanten der Innovationsmetropole Berlin.“

Prof. Müller ist Fachgebietsleiter für Maschinelles Lernen und Intelligente Datenanalyse am Institut für Softwaretechnik und Theoretische Informatik der Technischen Universität Berlin. Müller ist ein profilierter, national und international hoch angesehener Informatiker. Er hat mit der Support Vektor Technologie einen maßgeblichen Beitrag im Zukunftsfeld des Maschinellen Lernens erarbeitet. Mit seinen Forschungen auf dem hochinnovativen Gebiet der „Brain-Computer-Interface“-Forschung (BCI) hat Müller eine Brücke zur Neurotechnologie geschlagen. Er hat gestaltend und strukturbildend für den Wissenschaftsstandort Berlin gewirkt. Müller ist als Mitinitiator an vielen interdisziplinären Berliner Forschungsinitiativen beteiligt. Dazu zählen die Bernstein Zentren für Computational Neuroscience sowie Neurotechnologie und das Berliner Big Data Center. Er hat sich aus seiner Arbeitsgruppe heraus für die Gründung von Unternehmen eingesetzt und damit aktiv die Schaffung neuer Arbeitsplätze in Berlin gefördert. Müller ist seit 1994 in Berlin, anfangs am Fraunhofer-Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik, seit 1999 als Professor an der Universität Potsdam und seit 2006 als Fachgebietsleiter an der Technischen Universität Berlin.

Prof. Specht ist Juniorprofessorin an der Freien Universität Berlin und Research Fellow am Sozio-ökonomischen Panel im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Specht untersucht die Entwicklung der Persönlichkeit über die Lebensspanne, insbesondere das hohe Alter. Dazu verfasste sie bereits ihre Promotion. Specht leitet seit 2012 das Netzwerk der Deutschen Forschungsgemeinschaft zu Persönlichkeitsentwicklung im Erwachsenenalter. Damit leistet Professorin Specht wichtige Beiträge zur wissenschaftlich und gesellschaftlich hochaktuellen Debatte über den demographischen Wandel. Damit stärkt sie zugleich ein zentrales Schwerpunktthema des Wissenschaftsstandorts Berlin. Neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit engagiert sich Professorin Specht im gesellschaftlichen Bereich. Sie bereitet neue wissenschaftliche Erkenntnisse gekonnt auch allgemeinverständlich auf. Sie tut das in ihrem populärwissenschaftlich abgefassten Buch, ihrem Blog und ihrer Kolumne in der Zeitschrift „Psychologie Heute“.

Der Berliner Wissenschaftspreis wird seit 2008 vom Regierenden Bürgermeister für in Berlin erbrachte hervorragende Leistungen in Wissenschaft und Forschung verliehen, die in ihrer Umsetzung zu Problemlösungen in Wirtschaft und Gesellschaft beitragen. Das Preisgeld in Höhe von 40.000 Euro kommt der Einrichtung zugute, in der die Leistung erbracht wurde. Der Nachwuchspreis zeichnet exzellente wissenschaftliche Leistung kombiniert mit innovativen, kreativen und praxisorientierten Forschungsansätzen aus. Er ist mit 10.000 Euro dotiert, die die jeweilige Preisträgerin bzw. der Preisträger persönlich erhält.

Weitere Informationen zum Berliner Wissenschaftspreis und insbesondere zum Vergabeverfahren und der Jury finden Sie unter:http://www.berlin.de/rbmskzl/regierender-buergermeister/auszeichnungen-und-ehrungen/berliner-wissenschaftspreis/artikel.6838.php.