Berlin bei Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre führend – Berliner Chancengleichheitsprogramm bewährt sich

Pressemitteilung vom 14.01.2014

Aus der Sitzung des Senats am 14. Januar 2014:

Bei der Schaffung von Chancengleichheit für Frauen ist Berlin auch in den Bereichen Forschung und Lehre weiter auf gutem Weg und liegt im Bundesvergleich an der Spitze. Dabei bewährt sich insbesondere das Berliner Chancengleichheitsprogramm. Das sind die zentralen Ergebnisse eines Evaluationsberichts, den der Senat auf Vorlage der Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sandra Scheeres, und der Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat, beschlossen hat. Der Anteil von Frauen hat sich im Zeitraum 2008-2011 auf allen akademischen Karrierestufen erhöht, insbesondere in der Kategorie „Professuren“. Hier beträgt der Anteil fast 30 % und liegt damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt (rund 20 %). Im vergangenen Jahr ist der Frauenanteil bei Neuberufungen auf 44 % gestiegen.

Für den Evaluationsbericht wurden die Umsetzung und die Ergebnisse des Berliner Chancengleichheitsprogramms (BCP) an den geförderten Hochschulen im Zeitraum 2008 bis 2011 untersucht. Im Fokus der Untersuchung standen die Struktur des Programms mit seinen Schwerpunkten, der Aufbau und das Management. Zudem wurde die Veränderung von Strukturen an den Hochschulen betrachtet und das Erreichen der Ziele evaluiert. Darüber hinaus wurde herausgearbeitet, wie sich das BCP in die bundesweite Landschaft der Gleichstellungsaktivitäten an den Hochschulen einordnet bzw. wie es außerhalb Berlins wahrgenommen wird.

Programmstruktur und Programmmanagement werden sehr positiv bewertet. Insbesondere die Einbeziehung verschiedener Interessensgruppen garantiert eine hohe Akzeptanz der Förderentscheidungen. Das Programm ist bundesweit so bekannt, dass es Vorbildfunktion für vergleichbare Initiativen in anderen Bundesländern übernimmt. Es fügt sich erfolgreich in das System von gleichstellungspolitischen Steuerungsinstrumenten auf Hochschulebene ein. Als wesentlich wird die Signalwirkung bewertet, die sich mit dem BCP verbindet: Berlin wird als Standort mit attraktiven Arbeitsbedingungen gerade für Wissenschaftlerinnen wahrgenommen.

Auf fachlicher Ebene ist es gelungen, Genderaspekte in Lehre und Forschung zu verankern. Das BCP ermöglicht wirksame Innovationen, z. B. durch die Etablierung von Forschungs- und Qualifikationszentren.

Mit dem Programm setzt der Senat ein deutliches Signal für die Chancengleichheit von Frauen in Wissenschaft und Forschung. Es ist ein wirksames Instrument, die Attraktivität des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes Berlin nachhaltig zu stärken. Der Berliner Senat wird seine Politik für die Chancengleichheit von Frauen fortsetzen.

Unterlegt wird diese Politik auch durch die gerade beschlossene Novelle des „Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramms – Strategien für ein geschlechtergerechtes Berlin“, mit dem bundesweit einmaligen „Leitbild Gleichstellung im Land Berlin“.