„Lichtgrenze“ ist Wort des Jahres - Müller: „Mauerfall wirkt in der Wortschöpfung nach“

Pressemitteilung vom 12.12.2014

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat sich erfreut über die Wahl des Wortes des Jahres 2014 geäußert. Die Wahl der Juroren der Gesellschaft für deutsche Sprache ist auf das Wort „Lichtgrenze„ gefallen.

Müller: „Ich freue mich über die Wahl des Begriffs ‚Lichtgrenze‘ und beglückwünsche die Gesellschaft für deutsche Sprache zu Ihrer Entscheidung. Sie zeigt, dass das Jahrhundertereignis des Mauerfalls von 1989 auch heute noch in dieser Wortschöpfung nachwirkt und auch über die Feierlichkeiten vom 9. November dieses Jahres hinaus erhalten bleibt. Der Begriff macht deutlich, dass auch die sicherste Grenze im Wortsinne ‚durchleuchtet‘ werden kann und der Wunsch der Menschen nach einem Leben in Freiheit nicht aufzuhalten ist. Mein besonderer Dank gilt nochmals den Brüdern Marc und Christopher Bauder, denen es gelungen ist, mit ihrer Installation die Freude des Mauerfalls vor 25 Jahren nochmals optisch darzustellen, ohne jedoch die unmenschliche Dimension der Mauer damit zu verharmlosen. Danken möchte ich auch der Kulturprojekte GmbH mit Moritz van Dülmen, die das Projekt eindrucksvoll umgesetzt haben“

Die Berliner Installation „Lichtgrenze“ bezeichnet den mit leuchtenden Ballons nachgezeichneten Verlauf der Berliner Mauer anlässlich der Feierlichkeiten zum 25.Jahrestag des Mauerfalls. Die Ballons waren vom 7. November an auf einer Strecke von 15 Kilometern zwischen der Bornholmer Str. und der Oberbaumbrücke installiert. Auf Tafeln entlang des Weges wurden im Rahmen der Open-Air-Ausstellung „100 bewegender Mauergeschichten“ u.a. von Fluchtversuchen und menschlichen Schicksalen aus der lange Zeit geteilten Stadt geschildert. Am Abend des 9. November, zur Stunde des Mauerfalls vor 25 Jahren, stiegen die Ballons mit Grüßen und Wünschen in die Luft. Die Ballonaktion und die Ausstellung zogen in den drei Tagen im November Hunderttausende Besucherinnen und Besucher an.